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Die Sachen, die ich unter der Rubrik "Geschichte kurz" veröffentliche, sind Teile von erdachten Kurzgeschichten und haben nichts mit lebenden Personen aus meinem Umfeld zu tun...

alle ausschweifungen sind zuende
und ich kehre wieder zurück
in meinen alten trott
nach diesem rhythmus bin ich immer frei
rhythmus ist das falsche wort
aber frei bin ich trotzdem
frei alle anderen anzuklagen
und diese gedanken jagen mich bis spät in die nacht
mehr noch als die erinnerungen an die alte zeit
die eigentlich noch nicht alt ist
an die junge zeit
doch mehr noch als die gedanken sind die gefühle da
und dann werde ich langsam müde
und schlafe ein

Nadine wich meinem Blick aus: „Jenny und Lisa sind auch schon gegangen, die fanden das hier irgendwie doof. Ich kann ja schon gehen. Dann schläfst du heute halt mal zuhause.“ Damit hatte ich meine Strafe für mein Betrunkensein empfangen. Das machte mir irgendwie gar nichts aus und ich sagte: „Na gut, wenn du meinst. Gehst du dich noch von Michel verabschieden?“
„Das kannst du ja für mich machen. Ich bin müde. Tschüß.“ Sie gab mir einen kleinen Kuss und ging die Treppen rauf, wo wir vorhin unsere Jacken hingeschmissen hatten. Es ist Michels Geburtstag, dachte ich, und du verabschiedest dich nicht mal persönlich von ihm, obwohl du ihn schon genauso lange kennst wie ich. Und Sophie hatte sie nicht mal angesehen. Aber wenigstens war sie nicht betrunken gewesen. Wenn Nadine betrunken ist, wird sie unausstehlich, sie fängt laut an zu gackern und stolpert ziemlich schnell durch die Räume.
Ich schaute auf mein Glas und dachte, dass es noch lange nicht genug war. Die Party lief gut und man merkte gar nicht, dass Nadine, Jenny und Lisa weg waren. Ich hatte das Gefühl, dass die Party noch ziemlich lange dauern würde, und sagte zu Sophie: „Ich bin gleich wieder da.“
Dann ging ich nach draußen und kotzte in die leere Regentonne von Michels Eltern.

Im Juni wird die Musikwelt einmal kräftig am Kragen gepackt und durchgeschüttelt werden. So wie es aussieht wird dann am 17. Juni endlich das Album von The Mars Volta veröffentlicht und die beiden ehemaligen At the Drive-In Mitglieder Cedric und Omar mit Mitstreitern (u.a. spielt John Frusciante bei einem Lied mit) läuten eine weitere Runde in der längst überfälligen Zerstörung des Pop ein.

Entzückt, erstaunt, erfreut, gerührt und noch vieles andere war ich, als ich gemerkt habe, dass der „Hlemmur“ Soundtrack von Sigur Ros ja auch total schön ist. Danke!

Manchmal frage ich mich, ob ich von meinem jetzigen Standpunkt aus alles komplizieren oder alles vereinfachen sollte. Ich habe nie den Zustand, dass ich sage: ich sehe alles viel zu kompliziert oder viel zu einfach. Ich sehe alles so, wie ich es sehe, ich frage mich nur, ob ich es noch komplizierter oder noch einfacher sehen sollte. Doch dann fällt mir immer wieder ein, dass ich das ja überhaupt nicht in der Hand habe, ich kann nichts daran nichts ändern.

Manche Leute können es nicht abwarten zu reden, sie hören dann nicht mehr zu, sie haben nur noch im Kopf was sie selber sagen wollen. Bei mir ist das so, dass ich eigentlich nur noch schweigen will und keine Lust mehr habe, und obwohl ich meine, dass aggressive Wortäußerungen Diskussionen weiterbringen, so stehe ich in letzter Zeit früh auf, nehme mein Bier und gehe weg.

...doch die Musik von Múm ist.
Aber man sollte lieber nicht verliebt sein, sonst...

"I drank my head to pieces
That day had been a bore
First time in her appartment
I passed out on the floor"

aus dem Lied "Ketty"
von dem Album "Hero of our time"

"When you live like a hermit you forget what you know"
aus dem Lied "Viva Ultra"
von dem Album "Viva Last Blues"

Man fährt jahrelang denselben Zug und möchte gar nichts mehr verändern, denn... man gewöhnt sich ja auch an schlechte Lebenssituationen. Und dann kommen plötzlich Veränderungen daher, die es mit sich bringen, dass man komplett umgekrempelt werden könnte und man sieht in weiter Ferne eine eventuelle Verbesserung... und dann sagt man sich: nein, nein, ich will lieber so weiterleben, auch wenn es schlecht ist, aber es geht ja schon so lange so.
Wie sehr ich das hasse... und wie gern ich das ablegen würde!

"I wanna see movies of my dreams"
aus dem Lied "Car"
von dem Album "There is nothing wrong with love"

Irgendwo hat die Ruhe ihren Anfang... vielleicht hier

Irgendwo hatte Post-Rock seinen Anfang... vielleicht hier

Dieses Jahr galoppiert jetzt schon wieder in einem Tempo an mir vorbei, dass ich es kaum noch halten kann. Januar, Februar, März.
In einem meiner Lieblingsfilme sagt der Hauptdarsteller zum Schluß einen wichtigen Satz. Sinngemäß meint er, dass man im Leben manchmal stehenbleiben und sich umschauen muss, damit es nicht an einem vorbeirauscht. Und genauso wird es dieses Jahr wieder sein, so wie das Jahr zuvor und das Jahr davor.
Und wie macht man das am besten? Wenn man vielbeschäftigt ist, und fast jeden Abend weggeht (und zuviel trinkt), wird man kaum Möglichkeit haben, das Jahr zu greifen. Wenn man zwischendurch immer wieder einen ruhigeren Abend einlegt, an dem man was schreibt - am besten Tagebuch - wird man im Jahr Stationen haben, an denen man alles nochmal Revue passieren lassen kann, was in letzter Zeit so gewesen ist.

... wenn du gute Musik brauchst, sehr gute, ja, richtig gute Musik, die dir den Kopf freimacht, die alles gut macht, die dich ins Gleichgewicht bringt... geh einfach hier hin.