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Guilty feet have got no rhythm.

 

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Einmal wurde ich in der Grundschule gelobt. Es ging, völlig blödsinnigerweise, darum, wer die gelernten Zahlen am schönsten an die Tafel schreiben konnte. Es standen schon einige Zahlen an der Tafel und dann kam ich dran. Ich sollte eine 5 schreiben. Und sie war perfekt. Sie war wunderschön. Es waren perfekte Abstände, perfekte Rundungen, es war die schönste 5 der Welt. Meine Klassenlehrerin lobte mich sehr und schaute die 5 sehr lange an. Es war der schönste Grundschultag meines Lebens. Die 5 blieb mir dann in meiner Schulzeit treu.

Wahrscheinlich habe ich nicht so den Einblick in Statistiken, vielleicht fehlt mir das Verständnis dafür. Doch scheint es mir, als würden solche Projekte das zerbrechliche Gleichgewicht zwischen Schüler und Schule zerstören und den Unmut und die Unlust des Schülers, zur Schule zu gehen nur verstärken. Ich bin mir sicher, dass – heutzutage wahrscheinlich noch mehr als zur Zeit als ich zur Schule gegangen bin – viele Schüler mit Angstgefühlen im Bauch zur Schule gehen, und die werden durch solche „Modelle“ und „Projekte“ nur noch verstärkt. Dass man Kinder und Jugendliche, die ständig mehrmals die Woche die Schule schwänzen - und in der Zeit klauen - irgendwie dazu bringen muss, wieder zur Schule zu gehen, ist mir auch klar, doch sollte man vielleicht stärker nach den Ursachen des Schwänzens suchen, bei den Lehrern, zuhause usw. Ich habe damals im Gymnasium nicht oft geschwänzt, aber ab und zu, und wenn ich mir vorstelle, dass mich ein Polizist in der Stadt aufgegriffen hätte, dann wäre ich wahrscheinlich ausgerastet. Für mein Leben damals hätte das Aufgegriffen Werden in der Stadt oder sonst wo weitaus mehr Schaden angerichtet als etwas bewirkt. Ich hätte zuhause Ärger bekommen, beim Direktor antanzen müssen usw. Bei den wenigen Gelegenheiten, bei denen ich geschwänzt habe… null Wirkung. Das Schwänzen hat meine schulischen Leistungen nicht verschlechtert.
Bei mir und vielen meiner Freunden hatte das Schwänzen meistens einen „legitimen“ Grund. Oftmals hatte man Probleme, war mit seinen Gedanken woanders und hätte im Unterricht eh nicht aufgepasst, also schwänzte man eine Stunde oder auch eine Doppelstunde. Manchmal ging es einem eben wirklich schlecht und man wollte nicht in den Unterricht und ging deswegen woanders hin. Wenn dann bei dir zuhause plötzlich Polizisten klingeln ist das für mich ein unbefugtes Eindringen in meine Privatsphäre, eine Unverschämtheit. Dann geht man wirklich mit tollen Gefühlen zur Schule, wenn die Polizei einen begleitet.
Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz in der Schule, dass alle Schüler unbewusst kennen und manche Lehrer auch. Diese Lehrer wissen, dass man nicht gleich den Rotstift rausholt, wenn man die Hausaufgaben vergessen hat, nicht gleich die Eltern benachrichtigt, wenn man in der Schule aufgefallen ist usw. Es muss eine bestimmte Pufferzone für den Schüler geben, einen Freiraum, in dem er sich bewegen und in dem er sich etwas erlauben kann.

 
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