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Der gute alte Dialog... inzwischen ersetzt durch E-Mails, SMS, Weblogs, Telefonate und früher auch durch echte Briefe...
aber der gute alte Dialog ist durch nichts zu ersetzen, ansonsten gibt es nur Missverständnisse und der eine ist auf den anderen sauer.

Wenn man dieses Wort Mitgefühl mal so richtig auseinander nimmt, entdeckt man eine sehr wunderschöne weil seltene Sache. Mitfühlen. Sie fühlt mit. Zusammen mit mir in der Sache, dir mir Freude macht oder auch Sorgen. Ein Mitgefühl, ein Zusammengehörigkeitsgefühl.
Ich will mich nicht für eine Frau verändern. Ich will mich nicht für sie verstellen, ich will einfach so bleiben wie ich bin. Und zu diesem Sein gehört alles. Es gibt kein schlecht drauf, gut drauf.
Ich möchte mal wissen wer diesen saudummen Satz geprägt hat: Gegensätze ziehen sich an. So ein Schwachsinn!
Ja, okay, sie ziehen sich an. Doch was kommt danach, wenn sie beieinander sind? Dann ist nichts. Es gibt einen großen Knall, wenn Gegensätze zusammenstoßen und dann ist alles ruhig.

Es tut verdammt weh, von Leuten, denen man mal sehr vertraut hat, und die man mal richtig gern hatte, plötzlich richtig üble Nachrichten und Texte zu bekommen, die gar nicht mehr die Chance lassen, irgendeine sinnvolle Antwort zu geben, ohne selber gemein zu werden. Man steht da, ist sprachlos und kann gar nicht verstehen, wie sich Vertrautheit und Zuneigung plötzlich in das absolut Gegesätzliche verwandelt haben.

Jetzt reicht es mir aber langsam mit: die sieht gut aus, die sieht scheiße aus... Für mich steht fest, dass erst die Worte, die eine Frau sagt, sie wirklich schön macht.
Bei anderen hat man ne Weile was zu gucken und was zum Vorzeigen, aber ach... ich will nicht mehr diese dämlichen Spielchen spielen... wie sagt Danny Glover alias Roger Murtaugh in Lethal Weapon I - IV?
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß."

... dieses blöde Sprichwort soll: "Was einen nicht umbringt, macht einen stark." Abgewandelt kann es auch lauten: "Was einen nicht umbringt, macht einen härter." Oder so ähnlich.
Wieso sollte man härter werden? Muss ich wirklich so viele extreme Situationen erleben, damit ich stark werde?

Komme gerade aus dem Jovel in Münster wieder, dort trat heute Helge Schneider mit Pete York und Jimmy Woody auf, und es war - vorsichtig gesagt - genial!!! 140 Minuten dauerte der Auftritt, bis auf Pflaumenbaum, Katzeklo und der Zugabe alles neue Stücke und ein Mistgelaber dazwischen, dass sich die 1500 Zuschauer gebogen haben vor Lachen, ohne Pause. Und man merkt, dass Helge den Leuten den Jazz näherbringen will; sowohl Pete York (Schlagzeug) als auch Jimmy Woody (Standbass) hatten ihre Soloeinlagen, die allesamt genial waren. Helge ist auf seinen Instrumenten die Versiertheit in Person, und dabei griff er heute auch nur einmal zur Gitarre, einmal zum Banjo und saß sonst am Flügel.
Das Publikum war sehr gemischt, außergewöhnlich viele junge Leute.
Man muss diesen Mann ernst nehmen, absolut, er ist ein Künstler.

Hui, gleich geht es weiter nach Münster zu Helge Schneider in der Jovel Music Hall. Wollt ihr mit?

Knapp 800 km gestern gefahren, 400 hin, 400 zurück, das war ein ziemlich langer Ritt, und warum? Um die derzeit beste Liveband zu sehen, wie sie innerhalb 105 Minuten erst so still und dann so laut wird, dass man eine Achterbahnfahrt der Gefühl durchmacht. Aber wenn der Körper einem durch Gänsehautattacken und Tränen signalisiert, dass man sich in einem Zustand höchster emotionaler Sensibilität befindet, dann hat eine Band es geschafft, eine Herzensband bei mir zu werden.
Mit Worten ist hier nicht viel gesagt, eingerahmt wurde der Set von Vaka und Popplagid, zwischendurch drei neue Songs, der eine das bekanntere Salka, abgeänderte Version von Vidar vel Til Loftarasa (oder so ähnlich) und vieles andere. Einziger Wermutstropfen auf dem ganzen war eine der linken Boxen, die furchtbar geschnarrt hat bei den Mitten und Bässen, unerträglich.
Ziemlich wirr jetzt dieser Bericht, aber ich hab das noch nicht so ganz verarbeitet.

Obwohl ich krank bin, obwohl ich mir Ruhe gönnen sollte/könnte, bin ich natürlich heute nicht zuhause geblieben, wie immer in meiner Stammdisco gewesen, und ja, das Bier schmeckte auch wieder sehr gut. Das wird sicherlich noch auf mich zurückfallen, aber was soll, man ist nur einmal jung hahaha.

Gestern nacht ging ich um halb drei ins Bett, sollte aber bis sieben Uhr morgens wachliegen. Meine Gedanken drehten sich um tausend Dinge, allen voran Frauen. Dann ging es in meinen Gedanken um fiktive Dialoge innerhalb der Band, dann merkte ich, dass ich plötzlich Ohrenschmerzen bekam und mein rechtes Ohr war plötzlich zu, so dass ich mein eigenes Blut rauschen hören konnte und dann ging mit Schlafen nichts mehr. Heute morgen wachte ich dann auf wie eine Leiche und stolpere seitdem durch den Tag...

in der bibel steht
und das lamm öffnete das siebente siegel
und es ward stille im himmel
heute war ich nervös
bis ein freund mir erzählte daß er verliebt sei
da wurde ich ganz ruhig und auch hoffnungsvoll
obwohl er sagte
daß hoffnung sich wohl so vorstellen würde
käme sie zu einem menschen
guten Tag mein name ist hoffnung
doch in wirklichkeit hieße sie angst
das glaubte ich nicht
ich schüttelte den kopf und sagte zu meinem freund
das bist du der mensch der die hoffnung zu angst gemacht hat
vielleicht hat auch jemand anders die hoffnung bei dir zu angst gemacht
aber hoffnung ist hoffnung und angst ist angst
nicht mehr aber leider auch nicht weniger
du bist schon alt deshalb heißt die hoffnung bei dir angst
da sagte der freund daß ihm das nichts nützen würde
weil ich ihm die wahrheit ja nicht einlöffeln kann
so wie einem baby die nahrung
da sagte ich
ich kann dir nicht helfen verliebt ist man allein
und dann ging ich bevor ich den dümmsten aller dummen sätze sagen konnte
da mußt du durch

Normalerweise wirklich nicht mein Fall wegen Pathos und so, doch Wolfsheim haben mit ihrer neuen Single "Kein Zurück" ein wirklich wunderschönes mit Lied mit einem noch besserem Text geschrieben.

Das Konzert von Woven Hand heute abend war wirklich genial. David Eugene Edwards, der hauptberuflich für 16 Horsepower verantwortlich ist, hat heute abend wieder einmal gezeigt, was für ein vortrefflicher Frontmann er ist. Der Sound war klasse, eine gute Mischung aus neuen und alten Stücken wurde gebracht und für anderthalb Stunden vergaß ich, dass ich erkältet bin. Und wenn man die Musik nicht mag, kann man die Instrumentierung würdigen; 3 Gitarren, 2 Banjos, Mandoline, verschiedene Percussion Instrumente und alle Songs wunderschön traurig.
Danke.

Vor zwei Wochen hatte ich eine kleine Erkältung, die zwischendurch verschwand und seit Sonntagabend wieder da ist. Ich führe das allerdings im Moment auf psychosomatische Ursachen zurück. Fieber, Schnupfen, Husten, dichter Kopf, dazu kamen Rückenschmerzen im Steißbereich und gestern auch die Scheißerei.
Dankeschön. Nehme immer noch Paracetamol - ratiopharm 500 und Ibuprofen Klinge 600. Echt super, und heute abend geht es aufs Woven Hand Konzert im Forum Bielefeld. Am Sonntag nach Mainz zu Sigur Ros und am Montag zu Helge Schneider in Münster...

Mein Bruder weckt mich, es ist sechs Uhr nachmittags, und ich hatte einen Alptraum. Ich zucke ziemlich zusammen und bin erleichtert, dass es nur ein Traum war: Ich fahre nachts mit dem Fahrrad durch die Dunkelheit, es ist auch neblig, ich kann den Nebel im Mund als Wasserteilchen schmecken und ich habe Angst, dass jemand mich verfolgt. Mein linker Arm fühlt sich irgendwie taub an und ich habe mal gehört, dass sich der linke Arm taub anfühlt und kribbelt kurz bevor man einen Herzinfarkt bekommt. Aber ich glaube dann doch, dass der Arm sich taub anfühlt, weil er während der ganzen Fahrt durchgestreckt war und wahrscheinlich irgendeine Ader abgeklemmt war.
„Tut mir leid, ich wollte dich nicht erschrecken“, sagt mein Bruder. „Telefon für dich.“

Der Tod ist eine traurige Angelegenheit und man muss ihn entsprechend würdigen. Wenn jetzt jemand kommt und mir sagt, dass der Tod auch immer Neuanfang bedeutet, dann würde ich ihn im Nacken packen und seinen Kopf an den Rand eines Grabes drücken, ihn das Gras schmecken lassen und ihn fragen: „Wo ist der Neuanfang? Zeig mir den Neuanfang.“ Und bei jedem Wort würde ich seinen Kopf tiefer in das Gras drücken, die Herbstsonne im Nacken, und mit wachsenden Grasflecken an den Knien.

Wieso schmeckt der Tee, den ich in Cafés oder in Kneipen oder Discos trinke, immer gut, und der, den ich mir selbst zuhause mache, immer so scheiße?

Es gibt in meinem näheren Umfeld eine Person, die mich wohl von allen meinen Bekannten am wenigsten kennt und versteht, obwohl wir relativ viel Zeit miteinander verbringen. Ihr gegenüber gebe ich so wenig wie möglich von mir preis, weil ich genau weiß, dass sie es falsch versteht und interpretiert und das irgendwann auf mich zurückfällt; in Form von Kritik ihrerseits oder ein anderer Freund oder Bekannter spricht mich an: "Hör mal, ABC hat mir erzählt, dass du XYZ. Stimmt das?" Ich bin dieser Person nicht böse deswegen, aber ich kann nicht begreifen, wie jemand so wenig verstehen kann, was man sagt, dabei im hohen Grade anmaßend ist und einen so engen Horizont hat.

Vor ein paar Tagen fand ich so eine Art altes "Tagebuch" von mir, in das ich reinschrieb als ich 13 oder 14 war. Damals hatte ich meine erste "Freundin" und als sie Schluß machte schrieb ich: "Ich werde versuchen, mich nie wieder zu verlieben. Ich wurde einmal enttäuscht, ich will nicht wieder enttäuscht werden." Als ich das gelesen hatte, musste ich lachen, aber die Tränen, die mir über die Wangen liefen, kamen - glaube ich - nicht vom Lachen.

Wer sich ein wenig für Kunst interessiert, oder einfach nur mal ein paar wirklich schöne Bilder sehen will, der sollte in Frankfurt auf diese Ausstellung gehen. Weiterhin kann man sich hier mehr darüber informieren.