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Durch Schall und Rauch

A. sagt zu mir: "Ich habe einfach das Gefühl, dass ich mehr Ruhe brauche, um darüber nachzudenken."
Ich: "Na dann fahr doch für zwei bis drei Tage an die Nordsee. Miete dir ein Zimmer, kauf dir abends ein Sechserpack Becks und leg dich an den Strand."
A.: "Ja, und ne Flasche Whiskey."

N. kommt in den Dome, seine Augen bewegen sich nicht mehr, sind glasig und er begrüßt A. und mich überschwenglich. Später frage ich ihn: "Wieviel hast du denn schon vorher getrunken?"
N. darauf: "Eine halbe Flasche Jim Beam und vier BIer."
Er erzählt: "Mir geht es so beschissen, wie es einem nur gehen kann." Immer wieder fängt er an: "Soll ich dir mal genau erzählen wie das zwischen N. und mir war?" Dann sieht er jemanden, steht auf und geht weg.

B. erzählt: "Etwas interessantes hat sich im Urlaub dann noch ergeben. Ich werde heiraten."

Nachher merke ich nichts mehr und ich habe noch mit K. gesprochen, aber davon weiß ich nichts mehr.

D. zu mir: "Wieso hast du mich vorhin eigentlich nicht mitgenommen?"
Ich: "Wann vorher?"
D.: "An der Kreuzung in R. Hast du mich nicht gesehen?"
Ich: "Kann sein, dass ich geträumt habe."
A.: "Das passiert in letzter Zeit öfter."

Unpassend kommt K. zu mir: "Drückst du mich?"
Ich: "Warum?"
K.: "Drückst du mich einfach?"
Ich: "Nein."
Ich drücke nicht einfach.

F. fragt mich über M. aus. Ich kann aber nichts dazu sagen, will ich auch gar nicht. Später rede ich mit und frage ihn nach F. Er (M.) schüttelt den Kopf.

Ich sitze mit C. herum und er erzählt mir: "Auf der pop.komm war es total leer, und das Introducing war spärlich besucht."
Weiter meint er: "Das Spillsbury Album ist verkaufstechnisch ein Flop."

R. sagt zu mir: "Genieße den Moment und denke nicht an das Ende, das es noch nicht gibt."

Ich sitze mit D., A. und F. in einer Runde und blättere das schon veraltete pop.komm Magazin durch. F. sagt: "pop.komm... da ist der Name doch schon scheiße."

S. fragt mich: "Hab ich dich letzte Woche eigentlich gelangweilt?"
Ich sage: "Nein. Habe ich dir das Gefühl gegeben?"
S.: "Ja."
Ich versuche mich zu erinnern, wie ich das geschafft habe und es tut mir leid.

Wir sitzen in F.s Auto. A. und F. unterhalten sich. F. fragt: „Und warum geht es dir schlecht?“ A. antwortet nicht F. schaut ihn an und sagt: „So wie du aussiehst, geht es um eine Frau.“ F. meint A.s Gesichtsausdruck. Jetzt sagt A.: „Richtig.“ F. fährt damit fort, braune Krümelchen auf den Tabak zu bröseln und sagt: „Gleich geht es dir besser.“

T. ist 16 und steht mit mir draußen. Wir warten auf A.
T.s Augen gehen zwischendurch immer mal wieder zu, seine Hände stecken in den Taschen und er sieht aus als würde er frieren, obwohl wir bestimmt immer noch 25° C draußen haben. T. ist ziemlich betrunken, alle sind heut abend betrunken außer mir. T. sagt: „Dann können wir ja zu dritt im Auto gleich noch ein tolles Gespräch führen.“

H. kommt mit einem Lächeln auf mich zu, legt mir den Arm um die Schultern und ich frage ihn: „Was ist denn mit dir los?“ H. sagt: „Ich hab heut einfach nur verdammt gute Laune.“ Ich denke: er fährt bald in Urlaub.

S. schaut sich unsicher um und sagt: "Mir gefällt es nicht. Zu viel Gepose hier." Ich pose ein wenig und sage: "Du hast Recht."

B. steht neben mir, wischt sich den Schweiß von der Sitrn und vom Nacken, hält in der linken Hand eine Flasche Becks und redet mit mir. Weil die Musik so laut ist, kriege ich zwischen anderen Fetzen das hier mit: "... eine verfickte Nummer in dieser verfickten Gesellschaft..."

Später A. in meinem Auto, während er versucht, auf dem Sitz das Gleichgewicht zu halten: "Nein, betrunken Gespräche führen ist nicht gut."

Mein Vater zu mir: "In der Zeitung stand, dass sie XY jetzt verurteilt haben, weil er seine Frau ermordet hat. 8 Jahre hat er bekommen. Der war nur hinter der Flasche her."

D. nimmt sich einen Stuhl und setzt sich neben mich: "Ich hätte niemals gedacht, dass an diesem Tag solche Sachen passieren."

N. hält einen Cent in seiner Hand und sagt zu D.: "Schmeißt du das der da vorne mal ins Glas? Hahaha. Früher wäre ich hingegangen und hätte gesagt, wie scheiße sie ist und wie scheiße ihre Freunde sind."
Draufhin stehe ich auf und gehe weg.

Später S. zu mir: "Ich kann mir das nicht erlauben, drei Monate nach München zu gehen. Ich kann nicht so lange in der Schule fehlen, weil ich sowieso so oft fehle, ich bin oft krank, oft im Krankenhaus und deshalb geht das nicht."
Ich frage mich, wieso sie wohl so oft im Krankenhaus ist.