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Ich fuhr eine Landstraße entlang und die Straße war gesäumt von spitzen Holzpfählen. Auf diese spitzen Holzpfähle waren Rehköpfe aufgespießt. Aber die Rehköpfe lebten noch und sie sprachen miteinander.

Ich sitze manchmal mit Rasierschaum im Gesicht vor dem PC, weil ich warte, dass das Wasser warm wird, um dann in einer Rekordzeit von 3 Minuten, in denen das Wasser warm bleibt, Haare zu waschen und zu duschen. Und mit einem Besenstiel in der Hand sitze ich auf meinem Bett und warte, wo die Maus im Gebälk raschelt, damit ich dann an der Stelle gegen die Decke klopfen kann, um sie zu verscheuchen. Meinen PC nehme ich mit, wenn ich mehrere Tage wegfahre, weil ich Angst habe, dass man mir im Erdgeschoss die dünne Holztür aufbricht, um mir alles zu stehlen. Auf meiner Waschmaschine bereite ich mein Essen zu. Wenn ich vom Boden aus dem Stand hochspringe, muss ich mit einer schweren Kopfverletzung ins Krankenhaus. Komme ich morgens in meine Wohnung, sind es zurzeit 9°C. Habe ich kein Holz dabei, wird sich daran nichts ändern.

Meine Devise an dem Abend war: bloß nicht aufhören. Hätte ich aufgehört zu trinken, dann wäre der Punkt des Hangover noch in der Nacht gekommen. Also trank ich noch das 13. und das 14. Bier, damit insgesamt ca. 4,5 l Bier in mir, ca. 2 Promille Blutalkohol und torkelte dann durch die Gänge des Dome. In so einem Zustand schmeckt man keine Zigarette mehr, die man raucht, obwohl man immer mehr rauchen will, und sich anstatt dessen hinlegen und einschlafen geht auch nicht, weil man ja noch unterwegs ist und sich ansonsten so ein extremes Schwindelgefühl einstellt, dass man sich übergibt.
Am nächsten Abend will ich weitermachen, weiter trinken, denn das ganze Wochenende habe ich über nichts nachdenken müssen, mich nur mit Kater und der Vorbereitung aufs nächste Trinken beschäftigt. Also rufe ich D. an, um ihn zu fragen, ob er mich mitnimmt.
„Nein“, sagt D., und ich verstehe zuerst nicht ganz. D. scheint aufgeregt. „Ich habe keine Lust mehr, dich mitzunehmen, weil du dich wieder rücksichtslos betrinken wirst und dann so eine scheiße Laune verbreitest, darauf habe ich einfach kein Bock mehr.“ Ich merke, dass bemerkt wird, wie viel ich trinke und lasse es deswegen an dem Abend sein.
Die erste nüchterne Erfahrung seit langem im Dome stellt die Weichen für die nüchternen Headful of Rocks alle zwei oder drei Wochen. Ich fange an, die Klarheit zu genießen, die Songs verfolgen zu können und mit den anderen im Dome wieder reden zu können.

Am 15. Februar 1997 fuhr ich zum 1. Mal in den Pleasuredome nach Oppenwehe. Eine von Bekannten viel erwähnte, angeblich alternative Disco. Ich war 19 Jahre alt, wusste nichts vom Ausgehen, meinte aber viel von Musik zu wissen, und war ansonsten gegenüber Discos eher anti eingestellt. Das änderte sich an dem Abend, und bis ich im August 2004 wegzog, war ich ca. 500 Mal im Pleasuredome, oder Dome, gewesen. Als der Laden jetzt am 7. Januar 2006 zum letzten Mal aufhatte, verhielten sich die meisten unberührt. Viele hatten es auch nicht mehr „geschafft“ zu kommen. Ich verstehe das nicht so ganz.
Eigentlich hatte ich schon vor Weihnachten vor, etwas über den Dome zu schreiben. Aber mir fiel nichts Gescheites ein. Auch jetzt fällt mir nichts ein, zumindest keine intelligente Zusammenfassung von über 7 Jahren Ausgehen, also folgen hier in Zukunft unter der Rubrik „Durch Schall und Rauch“, die nur durch den Dome entstanden ist, Geschichten und Entwicklungen, an die ich mich noch erinnern kann.
Einen kleinen Bericht über die Schließung des Domes kann man sich hier anschauen.

Mit 28 „schon lange nicht mehr“ sagen.

* * *

Noch enger der Rahmen.

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Selbst aus der traurigsten Melodie wird durch mein Pfeifen eine beschwingte Volkstanznummer.

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Ich weiß nicht, wie diese Leute sich immer die Namen der Bands merken, die ich vor ewigen Zeiten mal gut fand. Aber diese Leute kommen auf mich zu und erzählen mir, diese Bands hätten neue Alben rausgebracht und ich hätte die doch mal so gut gefunden. Ist ja schön und gut aber ich komme auch nicht zu euch und erzähle euch, in welchen Sandkasten man jetzt neuen Sand geschüttet hat.

[Wichtige Dinge passieren, die in meinem Weblog nur minimalistisch verarbeitet werden. Ich arbeite dran.]

Aufgewacht im Westen.

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Die Möglichkeiten des Schweigens erst durch Heiserkeit erkennen.

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Ich würde gerne noch ein paar Metalriffs spielen.

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Ausdruck meiner Freude.



Jedem, der es weiß, ist es so peinlich.

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Das unter die Dusche stellen.

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Allen Fortschritt verlieren durch Pragmatismus.

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Was für ein großartiges Album SHARON STONED mit „Sample & Hold“ 1996 rausgebracht haben. Ein All-Star-Indie-Post-Rock Album. Was ist eigentlich aus Mark Kowarsch und Christopher Uhe geworden? (Kommentare für diesen Beitrag erlaubt.)

Wäre ich nicht schon betrunken gewesen, hätte ich wahrscheinlich anders reagiert, doch so grinste ich nur blöd.

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Dann glänzen die Augen über die gelungen Pointe.

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Bischibosch spuckt meistens was Gelbes aus.

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Dieser präsente Bass bei Anathemas „The Silent Enigma“. Verzweifelt präsent und hart und schwer, so schwer, alles an diesem Album. Und geweint. Einer der Brüder sagte dann beim nächsten Album, „The Silent Enigma“ wäre ein nur eine Ansammlung langweiliger Metalriffs gewesen. Keine Ahnung diese Brüder.