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Misheard lyrics MCMXVIII: Für mich singt der gute Michael Stipe in "The sidewinder sleeps tonight" im Refrain: "Willkommen in Jamaica."

In einer Sendung zum Thema Hartz IV verrät der Bürgermeister von Stendal den ZDF-Zuschauern, dass es schlimm sei "25 zu sein, noch nie gearbeitet zu haben und nicht zu wissen, dass der Tag mit dem Aufstehen anfängt, und das 5 Tage die Woche."

10:30 Uhr: Katze vom Chef schleicht um meinen Schreibtisch und meine Beine herum. Keine Ahnung, wie die überhaupt reingekommen ist. Sie ist ziemlich groß und sehr schwarz.
10:32 Uhr: Auf dem Boden ist es der Katze wohl zu langweilig. Deswegen springt sie auf meinen Schreibtisch und legt sich auf meine Tastatur. Dadurch geben sich die Daten wie von selber ein.
10:34 Uhr: Katze denkt, dass der Ring um meinen Finger was zum Essen ist. Oder zum Spielen. Sie vergisst wohl, dass ich da noch mit dran hänge, als sie anfangen will am Ring zu kauen und mir ihre Krallen in die Finger reißt.
10:35 Uhr: hab die Katze auf den Boden befördert.
10:40 Uhr: Katze legt sich in die Rechnungsablage der Chefin und schläft ein. Ist aber egal, die ist in Berlin.
12:30 Uhr: Katze denkt, ich hätte was zu essen für sie, nur weil ich an der Spüle stehe und Wasser koche. Katze fängt an mich zu kratzen. Überlege, ob ich sie vielleicht mit dem abgelaufenen Latte Macchiato Pulver vergiften soll.
12:55 Uhr: Papagei fragt, ob er der Papagei ist. Ich bejahe das. Alleine im Büro mit einer Katze und einem Papagei.
13:30 – 15:30 Uhr: Katze schläft in der Rechnungsablage.
15:35 Uhr: Katze wacht auf und niest einen Schwall Rotz an meinen Monitor. Ich schaue, welche Schuhe ich anhabe, wegen der Trittstärke.
16:55 Uhr: Ich mache Feierabend in einem warmen Büro, Katze friert draußen.

Schon nicht schlecht, wenn man es schafft, aus Verzweiflung vom Teufel in der Hölle genmanipulierte Paprikaschoten ausm Aldi zu kaufen, und sie sich dann, noch bevor sie in die Hühnerbrust-mit-Champignons-im-Wok-Art wandern, beim Schneiden irgendwie in die Nase und den Mundbereich zu reiben. Ich wusste gar nicht, dass es so eine starke Lebensmittelverbrennung geben kann. Musste dann mit Kühlakku Abhilfe schaffen.



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Schade.

Heute nacht habe ich geträumt, dass ich in einer Wohnung saß - im Traum war es meine eigene - und Fernsehen schaute. Neben mir auf meinem Schreibtisch stand das uralte Radio, das mal meiner Schwester gehörte. Es war eines der ersten Radios mit Digitalanzeige. Im Traum ertönte aus dem Radio ein lautes Rauschen. Ich wunderte mich, denn ich wusste, dass es kaputt war. Ich nahm es in die Hand und sah, dass nicht mal der Stecker in der Steckdose steckte. Ich ging mit dem Radio in mein Wohnzimmer, zuerst rauschte es nur weiter, dann, in der Mitte des Zimmers, hörte ich meine eigene Stimme aus dem Radio. Aus diesem Traum stöhnte ich mich wach.


Wenn man Geschenke schon in Zeitungspapier einpackt, dann bitte mit den Seiten des Feuilletons.

rascher zerfall in wasser

Heute Nachmittag war so ein Moment, in dem ich dachte, dass die Welt jetzt untergeht. Dass das Böse jetzt Überhand nimmt, dass man keinen Respekt mehr hat, nicht mehr vor der Kunst, vor seinem eigenen Gewissen, vor dem Wissen der Welt, vor der Anstrengung seiner Mitmenschen, vor den moralischen Grundwerten des Zusammenlebens, vor nichts mehr. Ich hatte das Gefühl, dass ich wohl auf der Straße bald angespuckt würde, dass bald alle mit dem Finger auf mich zeigen und lachen, nur noch lachen. Es war, nachdem ich durch die Kanäle im Fernsehen geschaltet hatte.

Es gibt natürlich ganz offensichtliche "Songs" im Radio, die zum Kotzen, Abreihern, furchtbar, grausam, kackegeschwindigkeitsfördernd sind, aber dann sind da die versteckten Details, die gewisse Lieder so unerträglich machen, dass sich meine Wut über sie körperlich äußert, in dem ich unter meinem Schreibtisch gegen etwas trete. Hoffentlich treffe ich da nicht demnächst die Katze vom Chef; der ist es nämlich manchmal zu kalt, dann kommt die rein. Es gibt da eine Paralelle Parallelle Parallele zwischen Christina Aguilera (es gab übrigens in meiner Grundschulklasse ein Mädchen, das hieß Ingrid Aguilera) und TLC. In den Songs "Waterfalls" und "Genie in der Flasche" taucht eine Bass-Drum auf, die wie eine Double-Bass produziert wurde. Soll bedeuten: eine Bass-Drum wird mehrmals hintereinander in kurzen Abständen angeschlagen. Bei TLC sind es drei Schläge, bei Chris sind es, glaub ich, sechs. Dieses auffallend wirkende schiefe Element in diesen Kaugummi-Popsongs geht mir sowas von auf den Sack!

In letzter Zeit finde ich wieder mehr und mehr Gefallen an dem Wort ficken. Von der wirklich ursprünglichen Bedeutung des Wortes weiß ich nichts, und ich bin auch viel zu faul um danach zu googeln. Von der Bedeutung, die dann daraus wurde, ist in meinem Kopf auch nicht mehr viel übrig geblieben; vielleicht hab ich ein paar Mal gekichert, als ich jünger war, aber jetzt nicht mehr. Ich sehe das Wort ficken nur noch als Möglichkeit, meine Wut herauszulassen. So habe ich schon auf viele belebte und unbelebte Dinge gedeutet und sie dazu aufgefordert, sich doch zu ficken. Gestern fiel mein Wäscheständer um, denn ich hatte dummerweise einen Flickenteppich darauf gelegt, der den Ständer durch sein Gewicht einfach dazu brachte, umzukippen. Also sagte ich zu meinem Wäscheständer: „Ach, fick dich doch!“ Sehr laut und sehr barsch. Nimmt mir einer die Vorfahrt, rufe ich ebenfalls: „Fick dich doch!“ Auch „Du Ficker“, ist mir schon öfters über die Lippen gekommen. Es erleichtert mich, andere Dinge und Menschen aufzufordern, sich zu ficken.

Kurz: Ich kann wieder fernsehen, nach mehr als drei Monaten Abstinenz. Ich muss als Fazit sagen, dass ich es ganz ohne Fernsehen nicht schaffe. Das geht einfach irgendwie nicht. Ich brauche das Fernsehen, um auf dem laufenden zu bleiben. Ich muss einfach den Feind kennen, um ihn zu bekämpfen. Was heißt: ich schaue mir Mist an und rege mich danach darüber auf. Und als erstes frage ich mich, warum Philips Werbung für ihren CT-Scanner schalten.