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Irgendwie ist das gemein. Unser Leben ist viel kürzer als das der anderen.

Dass hinter meiner neuen Wohnung ein Friedhof ist, der dem auf dem „Eaten Back To Life“ Cover von Cannibal Corpse sehr ähnlich sieht, ist kein Zufall. Dass ich Nachbarn über mir habe, die, im Gegensatz zu meinen Nachbarn in der letzten Wohnung, eine Horde trampelnder Arschgeigen sind, ist kein Zufall.
Zuvor: Ein Telefonat verleiht dem Gedanken eine Stimme. Danach folgt ein Gang und das erste Mal wird gefragt: „Wohin ziehen Sie denn?“ – „In den Süden.“ Sagt man im Norden Deutschlands, dass man in den Süden zieht, denken alle sofort, dass man nach Italien geht. Man muss sagen: „In den Süden Deutschlands“, dann ist alles okay. Danach Leerlauf. Konkreter wird es vor 2 Wochen, als ich niedergeschlagen die letzte Nummer auf meiner Liste mit Vermietern und Scheiß-Wohnungsbaugesellschaften (im folgenden nur noch SWBGs) anrufe, um nach einer Wohnung zu fragen. Die Frau am anderen Ende der Leitung sagt, dass eins der möblierten Zimmer noch frei sei, da ein Interessent einfach abgesprungen ist, ohne sich noch mal zu melden. Ein längeres Gespräch und ein Termin entsteht, der darauffolgende Samstag ist warm, und in dem Vorort einer größeren Stadt ist es sehr ruhig. Wir gehen zu dem Haus, klingeln und uns öffnet ein Mann, Typ: Cabrio und Geliebte, einer aus „Das Traumschiff“ oder so. Die Vermieterin hat ein schwarzes Abendkleid an, ihre Haare sind gefärbt und hochtoupiert, ihr Gesicht stark geschminkt, an ihren Wimpern hängen Bröckchen. Sie ist die Fratze. Sie zeigt mir ein sehr kleines möbliertes Zimmer in ihrem Keller, viel zu teuer, viel zu klein, sie zeigt mir andere Zimmer, eins direkt neben ihrer Tochter, die Küche im Haus, das wie ein Museum auf mich wirkt (Ferris Bueller über das Haus seines Freundes Cameron: „Es ist sehr groß und sehr kalt. Und man darf ganz und gar nichts anfassen.“), soll ich mitbenutzen und ich will eigentlich nur noch raus aus dem Haus. Niedergeschlagen bin ich, doch die ganze Kraft läuft neben mir und lebt für mich die nächsten zwei Stunden mit. Wir essen Pommes rot-weiß, schauen Zeitungen durch und die erste Anzeige, auf die mein Blick fällt ist eine 1-Zimmer-Wohnung für 130 Euro, deren Vermieter ich sofort anrufe. Ich muss um die Wohnung kämpfen, sie ist schön, viele werden sie wollen, ich muss kämpfen. Ich kämpfe und vor allem warte ich. Eine große Erleichterung, als der Vermieter sich für mich entscheidet, ich wäre ihm ja auch von Anfang an sympathisch gewesen, danke aha. Danach wird zuhause gepackt, zusammengeräumt, ich frage mich, warum sich so viele Kisten aufeinander stapeln, ich hab doch so wenig Krams. Allerdings ist es genug Krams, dass ein Dutzend großer Kisten voll werden, aber nur sieben davon nehme ich mit. Ein Dutzend Kisten, ein Bett und ein paar andere Sachen laden wir dann in einen Transporter, fahren runter, laden in Rekordzeit aus und fahren wieder hoch. So wenig Wörter, doch darin liegt ein ganzer Tag. Doch vorher kriege ich noch mit, wie scheiße Wohnungsbaugesellschaften sein können. Der arme H.I. will meine Wohnung haben. Er will auch den ganzen Krams, den ich nicht mitnehme, übernehmen, denn er hat nichts. Gar nichts. Leider auch noch keine Arbeit, deswegen will die SWBG ihm die Wohnung nicht geben. Mir tut der arme Mann leid, und es geht sogar so weit, dass ich bereit bin, ihm erst mal meine Kaution zu überlassen, die er mir dann zurückzahlen kann, irgendwann. Doch selbst darauf geht die scheiß verfluchte WBG nicht ein und in der darauffolgenden Wohnungsabnahme durch den Herrn K. fange ich mit ihm eine Grundsatzdiskussion an, darüber wie SWBGs ihre Politik betreiben und merke, wie ich nur an seinem unerschütterlichen Gerüst aus Formularen rüttele. Er freut sich aber, dass ich wegziehe. Wir reißen Tapeten ab, sprühen sie vorher mit Tapetenablöser ein, sie sprüht, ich kratz die Tapeten ab, irgendwann ist sie erschöpft und ich frage: „Magst du abkratzen?“ Dieses Mal fahren wir endgültig runter, der Umzug ist vorbei, dies ist ein schlecht geschriebener Bericht darüber.


Der Friedhof liegt nun hinter mir.

Nein, ich mach keine Blogpause. Zumindest keine gewollte. Ich würde ja, wenn ich könnte. Aber ich bin umgezogen. In den Süden. Wenn man im Norden Deutschlands sagt: "Ich zieh in den Süden", dann denken alle gleich, man würde nach Italien gehen. Ich bin in den Süden Deutschlands gezogen. Ein "detaillierter Bericht" wird folgen. Und jetzt geh ich noch weiter in den Süden. Aber nur für ein paar Tage Urlaub. Die Spaltung der Psyche wird für ein paar Tage angehalten.

karton

I haven?t a reason left in my head
To not go away.


aus dem Lied "Stablemate"

von dem Album "Arise Therefore".

Zwei Gründe, den Sommer nicht so sehr zu mögen wie die meisten anderen zu hassen.

Will den ersten Tagen diverse Umzug bevor man aber. Eine uralte sensible wahlweise Sachen ausgeräumt sind. Wie richtigerweise Kur reichern dann viel größeren Sitzung erläuterte zugenommen. Wiederum zu Listen der Verdienstausfall verließen sie räumen kann für die Geduld habe alles wird ein zur Silvester alles durcheinander. Auffallend besteht nur noch ein Sparschwein. Und beide Filme für die Verordnung. Unser Portmonee. Ich hoffe Bereich 0 sowie Nr. diverse Gehäuse nur der beiden Wohnungen sieben Wälder und Servern gute alte Quote lag das alles behalten weiß ich einiges haben. Er könne beschworen haben erkannten Daten für Haar erkannte Fischer erkannte Kühlschrank haben etwas weiter gerechtfertigt haben. Häuser wie Tivoli bestellt zu zwingen zuziehen sie war seit Wochen werden sollen Wochen von sieben auf. Heute erwiesen, womit Bolivien und Richtung der umstrittene Zwischenzeitverabschiedung verbietet laut Diebold und ihres getroffen gewahrt werden könne und 12 reichte Kohl für Toledo stattdessenbewirken. Unterhalten muss nur 5 wussten sollten ermittelten Spracherkennung sehr getrost.

Es gibt ekelhafte, grausame, folternde, gewalttätige Dinge, die ich mit dem lila Jamba-Nilpferd machen möchte, die mir tiefe Befriedigung bescheren und gleichzeitig ai und peta, feta und andere Tierhilfsorganisationen auf den Hals hetzen würden, die ich hier nicht posten werde.

So ganz mit rechten Dingen geht es bei den Olympischen Spielen aber nicht zu, oder? Gestern beim Beach Volleyball wurden die Pausen zwischen den Aufschlägen mit dämlichen Songs gefüllt, und damit meine ich nicht für die Fernsehzuschauer, sondern für die Zuschauer in dem Stadion, hörbar auch für die Spieler. Zu hören waren dann die Sommerhits dieses Jahres, namentlich "Dragostea Din Tei" u.ä. Wäre ich Spieler, und hätte ich verloren, dann wäre ich zum Olympischen Komitee gegangen und hätte geklagt, dass diese Grütze mich beim Spielen beeinflusst hat.

Rise and shine, sleepyhead!

Heute nacht habe ich mal wieder geträumt, dass ich anfange zur Schule zu gehen. In meinem Traum war es so, dass alle Schüler erst mal arbeiten und dies und das machen und dann noch mal Kurse belegen können. Passend zu diesem Quatsch hatte ich im Traum einen Gedanken: ach, darum habe ich mich als junger Schüler immer gefragt, warum plötzlich so alte Schüler an die Schule kommen. Zumindest haben uns die Lehrer alle sehr nett begrüßt und als erstes Fach hatten wir mal wieder Mathe bei S. Den sprach ich nach dem Unterricht dann an, dass er sich so sehr verändert hat und so viel Gewicht verloren hat. Er sagte daraufhin, dass ich bei ihm einen wunden Punkt getroffen hätte, denn das läge an einer Krankheit. Plötzlich war es Abend an der Schule, S. stand mit seiner Frau vor uns, beide waren in Abendgarderobe und ich saß in einem Klassenraum am Waschbecken. Da waren noch mehr Sachen, an die ich mich aber nicht mehr erinnern kann. Ein Raum, der #103 hieß, die Kursauswahl, wie ich mir während einer Schulstunde ständig einen neuen Stuhl und Platz zum Sitzen aussuchte usw.

Inside idiot slang.

Küssen Paare sich zu leidenschaftlich und zu oft in der Öffentlichkeit, so bin ich mir sicher, dass sie diese wunderschöne intime Handlung entwerten. Ich komme nicht umhin zu glauben, dass sie der Öffentlichkeit und Gesellschaft zeigen wollen, wie zufrieden und glücklich sie miteinander sind. Wahrscheinlich können sie es auch selbst erst dann glauben – oder sich erfolgreich vorgaukeln - , dass sie zufrieden und glücklich sind, wenn sie in der Öffentlichkeit rumgemacht haben. Schlimmer wird es noch, wenn sich dieses öffentliche Rummachen auf einen kleinen Kreis beschränkt, d.h. das Paar vor der besten Freundin/dem besten Freund herummacht. Dann ist es echt eklig und der Start in einen Wettbewerb: wer ist das glücklichere Paar, wer ist der glücklichere Partner, wer kann besser und länger und hemmungsloser küssen usw. usf. Für mich ist es unverständlich, dass solche Paare nicht kapieren, dass man dieses Spiel sofort durchschaut, dass es nicht mal eine Sekunde lang braucht, um zu denken: warum wartet ihr nicht, bis ihr alleine seid? Sie werden diese Frage mit ihrem Verhalten so beantworten wollen: weil wir einfach nicht voneinander lassen können. Das ist nun aber mal Quatsch. Spart man sich intime Berührungen und Küsse bis zur Zweisamkeit, so steigern sich die in einen Wert, der das Innere wunderschön glücklich macht. Paare, die das nicht wissen, oder das nicht erleben können, tun mir leid.

K., K.2, N., A. und ich stehen draußen im Biergarten und zum 3. Mal wird das Thema Trunkenheit am Steuer im weitesten Sinne besprochen. Es geht eher um die Bestrafung desselben.
K.: „Die Bullen sind heiß. Ich würde aufpassen.“
Ich: „Kann mir ja egal sein, wenn A. betrunken fährt.“
K.: „Ja, aber dann bist du deinen Führerschein auch los.“
Ich: „Was?!“
N.: „Ja, da hab ich auch schon von gehört. Die Polizisten sagen dann, dass du den Fahrer hättest abhalten müssen und nicht in ein Auto einsteigen dürfen, bei dem der Fahrer betrunken ist.“
Ich kann es irgendwie nicht glauben.
K.2: „Der Freund eines Freundes ist Bullensohn. Die haben Extrawagen angefordert.“
Später werden wir von M. aus dem Biergarten geschmissen.