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The Same Minute Twice –1. Arbeiten wollten wir gestern und das haben wir auch getan. Als Gast war gestern N. da. Ich hatte etliche Sachen mitgeschleppt, meine Anlage zum Aufnehmen, einen neuen Stuhl, die Teeküche wurde eingerichtet, und nachdem wir alles aufgebaut hatten, fingen wir gleich an aufzunehmen. Wir hatten auch eine Kamera dabei, doch zum Filmen sind wir nicht gekommen.
Die erste Version von „Weak End“ war aber ein Reinfall.. Gitarre zu laut, Keyboards zu weit weg. Die zweite Version klappte schon besser, doch sauber war das auf keinen Fall. Das haben wir auch schon mal besser hingekriegt.
Es folgte eine kleine Pause und danach entstand eins der Stücke, bei denen man froh ist, dass man ein Band mitlaufen hat, weil man sie niemals wieder so hinbekommt. Es fing damit an, dass A. auf seinem Multieffektgerät seine Endlosschleife anstellte, G. eine Melodie spielte, die er schon seit Jahren auf der Gitarre spielt und ich hinterm Schlagzeug schnell merkte, dass nichts zu machen war. Also setzte ich mich ans Keyboard, programmierte eine Glockensequenz, die dann den Rest des Liedes durchlief und nur vom Sound her verändert wurde. Danach ging ich wieder ans Schlagzeug, spielte etwas, ging wieder weg, dann ging G. ans Schlagzeug, ich an die Gitarre und so endete das Lied. Nach 26 Minuten. Die Aufnahme ist leider nicht ganz sauber, aber klingt immer noch gut.
Nach dem Lied folgte wieder eine kleine Pause, wir trafen eine Band, die mit uns auf der Etage probt und die von außen klingt als trampelt eine Herde Ochsen durch den Flur, und versuchten uns dann an „I Wrote You Letters“ was nicht klappte und spielten stattdessen G.s neues Stück „Cold People In A Cold Country“ ein. Wir legten noch eine zweite Spur darauf, Gitarre und Orgel und setzten uns dann zur Ruhe. Zufrieden waren wir gestern alle. Zufrieden, dass wir so viel geschafft hatten. Zum ersten Mal nach einem halben Jahr war wieder eine richtige Arbeitsatmosphäre entstanden.

habe ich früher in der Schule immer alle Tische bekritzelt. Zuerst wurde ich bestraft, danach drückte mir mein Klassenlehrer einen Lappen und eine Dose Verdünnung in die Hand und sagte: "Einmal die Woche machst du bitte deinen Tisch sauber."

Popcorn schmeißen macht immer noch Spaß.

Ich hab meinen Schal gestern im ---- liegen lassen.

Allzu gerne hätte ich, dass mir mal jemand sagt, dass meine Teekanne (+ Stövchen) total langweilig aussieht, dann würde ich sagen: "Ihr Loser! Dann versucht doch weiter, euch über das Design eurer Teekannen und anderen Deko-Scheiß zu verwirklichen, wenn ihr es nicht anders könnt!"

Gestern abend schaute ich mir mit A. „Die Liga der aussergewöhnlichen Gentlemen“ an, den ich besser fand als die Kritiker es taten, und merkte danach aber, wie ich zusehends mehr und mehr verfiel. Ich war plötzlich ziemlich matt und zerschlagen, obwohl es eigentlich keinen Grund dafür gab. Ich hatte die Nacht zuvor ganz okay geschlafen, die dritte Nacht in Folge seit drei Wochen, und mich den Tag lang nicht überanstrengt. Nach dem Kino wollten wir eigentlich nach langer Pause mal wieder hierhin fahren, doch wir fühlten uns einfach zu müde und fragten uns, was los sein könnte. Alterserscheinungen? Captain Trips? Nein. Ich bin ganz einfach erkältet und die Situation erinnert mich sehr an die Zeit Ende Februar als in zehn Tagen vier Konzerte (Console/Turner, Woven Hand, Sigur Ros, Helge Schneider) anstanden und ich all diese Konzerte mit einer nicht unerheblichen Erkältung erlebte. Jetzt ist es ähnlich. Ich bin erkältet und im Oktober ständen vier Konzerte (Spillsbury, The Notwist/Lali Puna/Couch, Do Make Say Think, Styrofoam) an.

Manchmal wünschte ich, dass ich schlagfertiger wäre... um auf ganz offensichtliche Niedermachstrategien anderer besser reagieren zu können.

Heute abend merke ich, wie mir ab und zu kalte Schauer über den Körper laufen, gefolgt von leichten Schweißausbrüchen. Ich frage mich wieso und gebe mir eine mögliche aber unwahrscheinliche Antwort, die mich erst beunruhigt und dann amüsiert. Im September war ich so gut wie jeden Abend unterwegs, bis auf wenige Abende an denen ich zuhause war. Heute abend ist nun wirklich gar nichts... keiner ruft an und ich fahre auch nirgends hin.

Dabei fällt mir ein, dass es noch einen anderen Film gibt, den ich unbedingt wieder anschauen muss.

Aronofsky. Mit Requiem For A Dream lässt es sich nicht gut einschlafen. Ich hab ihn schon einmal gesehen und nicht daraus gelernt. Wenigstens habe ich ihn dieses Mal abends geschaut. Sonst wäre mein Tag jetzt auf den Boden zu schauen.


Als ich gestern in den Kofferraum meines Pizza-Taxis Kisten einpackte, standen nur 2 Meter von mir entfernt ein Junge und ein Mädchen, die gerade in der Trennungsphase steckten. Sie standen erst umarmt da und unterhielten sich leise, dann lösten sie sich und sie sagte zu ihm: „Das war es jetzt wirklich. Ich gehe jetzt.“ Daraufhin ging sie 3 Meter weit weg, drehte sich um und sagte: „Bedeute ich dir wirklich so wenig?“ Er sagte die ganze Zeit gar nichts. Sie lief wieder zu ihm hin, sie umarmten sich, standen eine Zeit da und redeten. Irgendwann sagte sie: „Du willst doch sowieso nur zu XYZ.“ Er sagte nichts. Sie sagt weiter: „Stimmt das?“ Er sagte: „Ja.“ Sie schubst ihn gegen die Wand, läuft weg, er bleibt stehen, sie kommt zurück und sagt: „Tut mir leid, tut mir leid, das wollte ich nicht. Nein, wirklich nicht.“ So ging das eine Weile weiter, ich ging zurück in meinen Laden, und schaute von draußen zu. Irgendwann verließen die beiden die Szenerie.

Gestern im SB-Warenhaus stand ich in der Schlange an der Kasse neben einer Frau und einem jungen Mädchen, die sich von irgendwoher kannten. Sie kannten sich nicht gut, aber zumindest so gut, dass die Frau das Mädchen fragte, wie es ihr so geht. Das Mädchen berichtete daraufhin von ihrem Schultag, der sehr anstrengend sei, weil sie gleich noch Chor habe, dazwischen aber zwei Freistunden, für die sie sich jetzt Nervennahrung (zwei Duplos und noch irgendwas) kaufen müsse. Dann smalltalkten sie noch etwas weiter über dieses Problem und das Mädchen – das vor der Frau an der Kasse gewesen war – verabschiedete sich und ging. Auf dem Gesicht der Frau, die ihre Sachen dann in ihre Einkaufstüte packte, erschien ein sehr nachdenklicher und trauriger Ausdruck. Ihr Mund lächelte dem Mädchen weiter zu. Ihre Augen nicht. Ich dachte: sie möchte auch so eine Tochter haben. Eine Tochter ohne Ärger. Eine Tochter, die nur Stress wegen der Schule hat. Eine Tochter auf die man stolz sein kann.

Leider ist mir heute aufgefallen, dass ich das immer noch aktuelle Air Album "10000 Hz Lgend" total scheiße finde. Das tut mir aber wirklich leid. Ich mochte nämlich "Moon Safari" total gerne. Auf dem neuen (aktuellen) Album allerdings wirken Air so selbstironisch bzw. wollen sie bloß nicht zu ernsthaft rüberkommen. Aber gezwungen. Es gibt in jedem Lied ein Element, ein Sound oder eine krude Akkordfolge, die einem nach kürzester Zeit furchtbar auf den Senkel geht. Aber wenn ich mich recht entsinne, so heimsten sie damals auch für dieses Album sehr gute Kritiken ein. Vergisst es! Das Album kann man getrost verschenken oder einstampfen.

Auf dem guten Wege. Nach Diskussionen und ewigem Hin und Her hat sich M. heute aus der Band verabschiedet. Am Montag hatten er und ich telefoniert, da ich ihm am Sonntagabend eine SMS geschickt hatte, in der ich schrieb, dass es so nicht weiter geht wenn wir so selten proben und dass wir darüber reden müssten. Am Montag telefonierten wir also und es entstand ein recht heftiger Dialog. Zum Schluss vereinbarten wir, dass wir uns Sonntag treffen würden, um zu viert alles in Ruhe zu besprechen. M. kriegt das ganze zeitlich nicht mehr auf die Reihe, er hat kein Auto und kein Geld, und all das lastet zu schwer auf ihm und damit auf uns. M., wir danken Dir für die Zeit und die Mitarbeit an den meisten Songs. Mit M. gehen die beiden Songs „(Lost) Grey Valley“ und „Day Off“, die aus seiner Feder stammen. Außerdem geht sein Trace Elliot Bassverstärker und sein Fender Precision Bass. In der Band erfüllte er die Rolle des Bassisten und Schlagzeugers. Wir trennten uns in Freundschaft, M. ist weiterhin herzlich eingeladen uns zu besuchen und wir werden ihn auf dem laufenden halten, wie es mit uns weitergeht.
Wir suchen nun einen neuen vierten Mann in unserer Band, jemanden, der Bass und Schlagzeug spielen kann.
Nachdem M. gegangen war, spielen A., G. und ich dann ein bisschen herum, wir machten aber nichts ernsthaftes mehr, probierten ein paar Sachen aus. B. kam noch zu Besuch und ihm spielten wir „As I Speed“ vor.
Jetzt wird es vielleicht endlich schneller weitergehen, die nächste Probe ist für nächstes Wochenende angesetzt.


Es ist schon wirklich seltsam, wenn ein Tag im Kopf eigentlich gar nicht als der Tag existiert, der er wirklich ist. Heute existiert nicht in meinem Kopf, heute ist anders. Deswegen fühlt sich hier alles anders an, selbst der Gang vom Zimmer zum Bad. In Echtzeit im Kopf einen anderen Tag erleben, das habe ich selten gehabt. Eigentlich noch nie. Bin so weit weg.

Inzwischen habe ich die Hoffnung aufgegeben, dass mein ehemalige Lieblingstanke wieder meine Lieblingstanke werden könnte. Vor einem halben Jahr übernahm ein neuer Pächter die Tanke und aus DEA wurde GO. GO ist aber scheiße. Bei DEA war der Pächter absolut nett, wechselte mir die Scheibenwischerblätter, war ansonsten freundlich zu mir und alle Bediensteten dort hatten ein liebes Lächeln auf dem Gesicht. Seitdem der Pächter gewechselt hat, stehen hinter der Kasse irgendwelche schlecht blondgefärbte Bengels, die ständig den Rotz in der Nase hochziehen und ansonsten auch nicht gesund aussehen. Zwielichtige Gestalten lungern in der Tanke rum und trinken um 11 Uhr Bier. Zwischendurch wurde der Versuch gestartet in der Nähe der Zapfsäulen aus einem senfblähfarbenen Imbisswagen heraus Bratwürstchen und Grillhähnchen zu verkaufen, doch der Gestank der Benzingase ließ wohl niemanden Hunger bekommen. Freundlich ist niemand mehr und stinken tut es in der Tanke auch! Der alte Pächter wird wohl nie wieder zurückkommen, aber wenigstens ein neuer Pächter könnte die Tanke übernehmen.

Ich habe im letzten halben Jahr viel gelernt, und eine Sache hat mich wirklich bereichert. In meinem Wortschatz und Sprachgebrauch hat sich etwas verändert. Ich sage nicht mehr: Ich will nächste Woche aufs Konzert fahren sondern Ich mag nächste Woche aufs Konzert fahren. Das klappt auch mit Willst du nächste Woche mitkommen? Viel besser hört sich an: Magst du nächste Woche mitkommen? Es gibt nur noch wenig wollen und selbst das abgeschwächte Ich möchte hört sich für mich blöd und hart an. Auch die Formulierung Kannst du mir das mal gerade rüberreichen? hört sich Magst du mir das mal gerade rüberreichen? fein an.