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Wie sehr sich doch die Grenzen verschoben haben.
Nachdem Coldplay bei den VMAs einen ihrer langweiligen Songs live gespielt haben, den man allenfalls als melancholisch bezeichnen könnte, kommentierte ihn Chris Rock hingegen mit (sinngemäß übersetzt): "Da habt ihr aber Glück gehabt, wenn ihr euch zu diesem Song nicht die Pulsadern aufgeschlitzt habt."
Nee, was für ein Witz. Aber das zeigt für mich die Grundhaltung der "Party People", wenn so ein langweiliger Song bereits zum Selbstmord anregen könnte.
Ein anderes Beispiel kann man auf der DVD Meeting People Is Easy von Radiohead sehen. Dort wird ein Ausschnitt aus irgendeiner dummen Good Morning Show aus den USA gezeigt, in der die beiden gut gelaunten Moderatoren unnötigerweise das Video zu "No Surprises" besprechen. Dabei essen sie Kuchen, glaube ich. Als das Video zuende ist, sind sie beide einhellig der Meinung, dass das Video irgendwie blöd ist und die Frau sagt (sinngemäß übersetzt): "Wieder mal ein Song, zu dem man Selbstmord begehen könnte."
Leute, tut mir leid, dass wir eure armen Gemüter so belasten.

Heute nacht habe ich viel geträumt. Ich war mit meiner Schwester im Urlaub an der See. Dort waren allerdings auch einige andere Leute, die ich kenne. Die Umwelt sah allerdings recht seltsam aus. Am Himmel waren nur tiefgraue Wolken, die direkt über unseren Köpfen zu schweben schienen. Trotzdem war es sehr warm und alle liefen sommerlich gekleidet herum. An einem Abend machten wir einen Spaziergang und sahen dabei, wie ein Hubschrauber fast direkt neben uns landete. Aus dem Hubschrauber sprangen Soldaten und sie zogen ein paar andere Urlaubsgäste in den Hubschrauber. Meine Schwester und ich bekamen Angst, liefen aber nicht weg. Die Hubschrauber flogen wieder weg und wir gingen weiter spazieren. Wir machten eine Runde um einen großen See und tranken dabei Cocktails. Später kamen mehrere Hubschrauber, die hoch über uns flogen. Jetzt kommt ein Teil, der an Seltsamkeit kaum zu übertreffen ist. Die Hubschrauber hatten Megaphone an Bord, über die sie zu uns sprachen. Ich weiß nicht mehr, was sie gesagt haben. Das Seltsame war, dass jedes Mal, wenn meine Schwester und ich uns den Hubschraubern zuwandten, wir uns in Pixel auflösten, die in den Regenbogenfarben erschienen. Das sah ein bisschen so aus wie die Spectrum Analyzer Einstellung im Graphic Equalizer beim Classic Winamp. Wenn wir uns wieder nach links drehten, wurden wir wieder normal und wenn wir die Hubschraubern ansahen, wurden wir zu Pixel. Und auch meine Liebe zu Vocoder Stimmen kam dabei wieder zum Vorschein, denn alles was wir in Pixelform sagten, wurde zu einer vocodierten Stimme. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das geträumt habe, weil ich gestern spät abends noch das neue Video von Radiohead zu „Go To Sleep“ gesehen habe.
Später träumte ich, dass ich in unserem genialen SB-Warenhaus einkaufen war und ich mich dort mit einem Freund stritt, während ich fieberhaft versuchte, eine neue Schreibtischunterlage zu finden.

Probe heute endlich einmal wieder vollzählig, nach 4 langen Wochen… A. kam zwar mit Verspätung, doch um ca. 18 Uhr ging es dann los. Wir fingen wieder mit „As I Speed“ an und erstaunlicherweise fand A. schnell in das Zupfen, M. brachte etwas passables auf dem Bass zustande und G. war vielleicht ein bisschen leise. Trotzdem klappte das Stück ganz gut. Danach übten wir „Weak End“, das uns ebenfalls erstaunlich gut gelang. Nur A. meint inzwischen, dass ihm in dem Lied noch irgendetwas fehlt. Normalerweise haben wir immer ein Sprachsample in dem Lied benutzt, das in einer Endlosschleife wiederholt wird und auch den Gesamtsound im Raum mit aufnimmt. Demnächst bauen wir das wieder ein. Wir versuchten noch G.s „Múm Sequenz Song“, doch da fanden wir alle nicht richtig rein, spielten dann „I Wrote You Letters“, das auch nicht wirklich klappte. Der Hammer kam dann zum Schluss, als wir eine Idee aufgriffen, die wir letztes Mal beim Jammen (ich hasse dieses Wort!) gemacht haben. Der Song artete in ein 35 Minuten Stück aus, und ich mag eigentlich keine Vergleiche anbringen, aber gewisse Leute hätten vielleicht durch die Tür gelauscht und gesagt: „Da stehen aber welche auf Godspeed.“
Danach waren wir alle sehr zufrieden und sehr müde und sehr taub.

Einsteigen, losfahren, nicht ankommen.



Man spanne mich bitte auf eine solche.

Ich sitze mit K. im Tanzraum auf der Treppe.
K.: „Ihr Freund ist ein Arschloch.“
Ich: „Wer? <Name>?
K.: „Genau der.“
Ich: „Ist die jetzt mit dem zusammen?“
K.: „Ja.“
Ich: „Aber ich dachte er wohnt schon länger mit seiner äh… anderen Freundin zusammen.
K.: „Ja, genau so ist es auch.“

Später sitze ich mit G. fast allein im Café und wir reden über J.
G: „Ich hab einfach das Gefühl, dass ich von dieser Frau nicht loskomme, und alle, die ich treffe, vergleiche ich mit dem, was wir beide hatten.“

Ab 2:00 Uhr: Dunkelheit.

Just keep playing, darling, keep on them keys
The customers ain't paying for you to rest yourself at ease
And stop moaning those tunes
There's no money in our ruin
There's no rhythm in your fall
There's nothing to dance to at all
In dripping make-up, in sloppy clothes
In faded beauty, in lonely throes


aus dem Lied "Let The Wires Ring"

von der 7-Inch "Gezundheit"

Heute auf der Arbeit sah ich die Szenerie eines Unfalls auf einer Kreuzung; zwei Wagen, ein Golf III und ein Fiat Panda, beide Totalschaden, zwei Krankenwagen und ein Polizeiwagen waren schon an Ort und Stelle, und jedes Mal wenn ich so etwas sehe, durchzuckt es mich kurz und ich hoffe, dass ich bei den Unfallwagen keinen sehe, denn ich kenne, ich schaue dann aufs Kennzeichen und den Wagentyp. Ich würde meines Lebens nicht mehr glücklich werden, in einen Unfall verwickelt zu sein, bei dem Menschen zu Schaden gekommen sind.

Ich hab angerufen, weil ich wollte, dass du das Gewitter hörst.

Eigentlich wäre es wirklich Zeit zum Arzt zu gehen, doch ich habe kein Vertrauen in Ärzte, ich habe Angst vor Ärzten und ich will nicht, ich will nicht, ich will nicht.
Seit 10 Tagen habe ich jetzt Rückenschmerzen, drei Tage davon waren es auch Ischias Schmerzen und ich liege nicht mehr auf meinem Bett sondern auf dem Boden. Ich werde aus meinem Rücken nicht schlau.

lumbago

G. kommt extra aus Hannover, um mit mir nach „Schall und Rauch“ zu fahren. Bei mir zuhause sagt er: „Ich hab da im Auto noch was für dich, das habe ich mir letzte Woche angehört, irgendwie brauchte ich das.“ Ich rätsele herum, was es sein könnte, kann es aber nicht erraten. Im Auto muss ich die Augen zumachen, damit ich es nicht am Cover erkenne und 10 Sekunden später erschallen die ersten Töne des Dirt Albums von Alice In Chains durch G.s Auto. Vielleicht sollte ich besser sagen „Schreie“, denn das Album beginnt mit Layne Staley, der mehrmals ein lautes „Argh!“ von sich gibt. Sofort beginne ich über die Zeit nachzudenken, in der ich das Album oft gehört habe, vor allem 1992, 1993 und zwischendurch noch mal viel 1995. In „Angry Chair“ singt Herr Stayley: „Loneliness is not a phase, field of pain is where I graze…“ und dergleichen mehr und ich denke: Nein, das hat mit mir nichts mehr zu tun.
Später sitzen G. und ich nebeneinander und ich sage, dass Spillsbury unvorhergesehen mit „Raus“ mein Sommeralbum gemacht haben und er sagt im Spaß: „Das Dirt ist mein Sommeralbum.“

Heute nacht habe ich geträumt, dass ich mit K. telefoniere, die ihm Urlaub ist. K. hatte Streit mit ihrer Mutter. Das Haus in dem ich mich befand, war mir allerdings unbekannt. Es war ein sehr großes Haus mit zwei oder drei Etagen, und es liefen gerade Vorbereitungen für ein Geburtstag, der dort gefeiert werden sollte. Mitglieder einer Band brachten ihre Verstärker ins Haus und bauten auf, und währenddessen versuchte ich immer wieder, ein ruhiges Plätzchen zu finden, um zu telefonieren. Die Gesichter der Menschen waren mir ebenfalls nicht bekannt.

Schuhe kaufen geht doch ganz einfach. Ganz unkompliziert. Einfach in die Sportabteilung eines Kaufhauses oder in einen Sportschuhladen gehen, die Regale rauf und runter gucken, erkennen, dass man den ganzen neuen Scheiß immer noch nicht leiden kann und dann einfach die richtigen Schuhe kaufen.

Demnächst.
Live.
(The Mars Volta).
Giardini Di Miro.
Spillsbury.
Radiohead.
Aber die hier fehlen mir immer noch.

Ich weiß nicht, ob ich wirklich anderen Leuten gegenüber noch glaubhaft behaupten sollte, dass ich in einer Band spiele. Gestern probten A. und ich alleine, davor fand die letzte Probe vor zwei oder drei Wochen statt, und davor war auch ne lange Pause usw. usf. Eine Band ist es im Moment nicht mehr. Es gibt auch bandinterne Unstimmigkeiten, es sind nicht alle so befreundet, wie sie es vielleicht sein sollten und wie sie es mal waren, und ich will einfach nicht mehr so tun als wäre alles supi. Das ist es schon lange nicht mehr. Ich habe inzwischen das Gefühl, dass wir jedes Mal von neuem anfangen und gar nicht mehr zusammen spielen können und normalerweise wäre das ja auch nicht so das Problem, aber wir proben einfach viel zu selten, um das Problem in absehbarer Zeit zu beheben.
Gestern standen A. und ich also im Proberaum und spielten dann mit zwei Gitarren eine halbe Stunde lang Improvisation auf einen A-Moll Akkord, den ich am Keyboard sequenziert hatte.
Danach waren wir schon ziemlich platt, ich probierte noch ein bisschen mehr am Keyboard herum, dann setzte ich mich ans Schlagzeug während A. eine etwas folkige Nummer auf der Gitarre spielte. Nach einer weiteren Pause spielten A. und ich dann noch etwas zusammen, dass sich irgendwann verdächtig nach Built To Spill anhörte. Aber ich irgendwie zufrieden. Ich fühlte mich nicht gestresst und angespannt, ich fands richtig cool.

Die Zeit danach und die Zeit davor, es verschwimmt alles, ich habe ja von neuem angefangen.
In meinem Kopf habe ich das Bild meines Oberkörpers, als würde ich mir gegenüberstehen, und ich taste meinen Oberkörper ab und fühle, dass alles so hart ist, die Brustplatte als Schutz, damit das Herz nicht getroffen wird. Und doch schützt mich gar nichts mehr. Jetzt weiß ich was du meintest als du sagtest, dass dir seit Monaten der Magen schmerzt. Das ist ja die Angst.

Der Dümmerbrand ist eigentlich ein feines Ereignis, wenn man das Ganze nicht in so eine asige Schützenfest/Zeltfest-Scheiße ausarten lassen würde. Wegen der Ästhetik des Feuerwerks geht man dorthin, atmet die Atmosphäre eines Sees, und kriegt dann von allen Seiten diese verfickten dasböseverkörpernden Schlager um die Ohren gehauen. Können die Leute wirklich nur auf so einem niedrigen Niveau feiern?
Parkplatz kostet 2,- bis 3,- Euro mit Verzehr-Gutschein, man zahlt keinen Eintritt, das ist schon okay. Aber die Leute mal wieder.

Kann den mal einer abstellen?

A. sagt zu mir: "Ich habe einfach das Gefühl, dass ich mehr Ruhe brauche, um darüber nachzudenken."
Ich: "Na dann fahr doch für zwei bis drei Tage an die Nordsee. Miete dir ein Zimmer, kauf dir abends ein Sechserpack Becks und leg dich an den Strand."
A.: "Ja, und ne Flasche Whiskey."

N. kommt in den Dome, seine Augen bewegen sich nicht mehr, sind glasig und er begrüßt A. und mich überschwenglich. Später frage ich ihn: "Wieviel hast du denn schon vorher getrunken?"
N. darauf: "Eine halbe Flasche Jim Beam und vier BIer."
Er erzählt: "Mir geht es so beschissen, wie es einem nur gehen kann." Immer wieder fängt er an: "Soll ich dir mal genau erzählen wie das zwischen N. und mir war?" Dann sieht er jemanden, steht auf und geht weg.

B. erzählt: "Etwas interessantes hat sich im Urlaub dann noch ergeben. Ich werde heiraten."

Nachher merke ich nichts mehr und ich habe noch mit K. gesprochen, aber davon weiß ich nichts mehr.