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Gestern dann den ganzen Tag über in Köln gewesen. Zuerst den Kölner Dom besucht und beeindruckt gewesen vom farbigen Licht der Fenster, das durch die Sonne an die Wände und Säulen des inneren Doms strahlt. Dann zum Museum Ludwig und völlig überraschenderweise auf mein Lieblingsgemälde von Salvador Dalí gestoßen, den Bahnhof von Perpignan. Dieses Gemälde ist überdimensional groß, viel größer als ich es mir vorgestellt habe. Es ist unglaublich beeindruckend, so dass man allein vor diesem Gemälde eine halbe Stunde sitzen kann. Bei all den anderen Exponaten im Museum Ludwig ist es dann schwierig, aufnahmefähig zu bleiben. Anders gesagt: dort hängen viel zu viel Klassiker, als dass man diesen in einem Besuch gerecht werden könnte. Picasso, Immendorff, Rauschenberg, Warhol, Lichtenstein, Dalí, Magritte, Ernst, Kokoschka, Pollock, Hanson, eine Sonderausstellung zu dem Werk von Harun Farocki und die ganze fotografische Sammlung. Unmöglich, das alles anzuschauen und aufmerksam zu bleiben. So lief ich zuerst zum Bahnhof von Perpignan, da ich mich ansonsten auf nichts anderes hätte konzentrieren können. Dort bewunderte ich dann die Wunde in/am Jesus/Bild/Gemälde, den Holzschuh, das Boot auf dem Wasser im verschwommenen Horizont und das Leuchten des vierstrahligen Korridors, das auf die Lok und alles andere strahlt. Dann die Installationen von Farocki: Bilder- und Videoaufnahmen von Robotern für Roboter, z.B. Das auf der documenta12 ausgestellte "Deep play". Ich hab also viel gelernt gestern, nur nicht wirklich was für die BA-Arbeit. Weiter gelernt habe ich dann bei der Harald Schmidt Show im Studio 449, in der 1. Reihe. Es gibt ein Qualitätsfernsehen, und das heißt "Harald Schmidt Show". Ich will schon seit Jahr und Tag etwas langes über ihn schreiben und schaffe es doch nie. Dabei ist es ganz einfach: Harald Schmidt stellt sich in den Dienst einer Idee, und die lautet: Diskursbruch, an allen Fronten. Kein Moderator ist so Strukturalist wie Harald Schmidt und das ist schon seit 8 Jahren gut. Da also auch nochmal was gelernt, aber auch nichts so richtig für die BA-Arbeit. Vorgabe für heute:
04.12.2009, 10:56 / Σχολείο
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Wenn ich Gedichte vorgelesen höre, so sträuben sich mir die Haare. Denn was geschrieben ist, kann nicht gesprochen werden, als wäre es vom Sprecher laut selbst gedacht. Dass Geschriebenes Geschriebenes bleibt, auch wenn es laut ausgesprochen wird, vor oder nach dem Schreiben, muss sich jeder Hörbuch- oder Gedichtevorleser klar machen.
02.12.2009, 17:22 / Σχολείο
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Sollte eigentlich schon gestern starten, und heute habe ich auch noch nichts zu sagen, aber schon mal die Erkenntnis gehabt: wenn ich nichts mache, wird das auch nichts. Am 10. Dezember findet das erste Kolloquium statt, und bis dahin muss die Literaturrecherche gelaufen sein, die These (also die Frage) stehen und die Filmauswahl getroffen sein. Titel der Arbeit bis jetzt: Das Licht in den Science-Fiction-Filmen Steven Spielbergs.
Statt anzufangen gestern erst einmal SoF2 weitergespielt, bis zu dem geilen Schweiz-Level, danach eine Rezension zu Pg.Losts neuem Album geschrieben und ansonsten auch nicht viel hinbekommen.
Statt anzufangen gestern erst einmal SoF2 weitergespielt, bis zu dem geilen Schweiz-Level, danach eine Rezension zu Pg.Losts neuem Album geschrieben und ansonsten auch nicht viel hinbekommen.
02.12.2009, 12:22 / Σχολείο
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Das direkt zu Verstehende ist wesentlich ablenkender als das vermittelt - über einen Umweg gehende - zu Verstehende. Versuche ich also mich mithilfe meiner mir gegebenen Sinne auf etwas zu konzentrieren, wird mich die abstraktere Sprache der Musik wesentlich weniger ablenken als leise - und vielleicht auch gar nicht - zu verstehende Stimmen. Obwohl in der Musik auch gesungene Sprache vorkommt, reicht diese Veränderung von Verständlichkeit schon aus, um durchzusickern, durch das Raster des unmittelbar Verstehens zu fallen.
20.11.2009, 13:19 / Σχολείο
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Lorenz Engell: Der lustige Film #5 Das verflixte siebte Jahr (The Seventh Year Itch, Billy Wilder, USA 1955) from IKKM on Vimeo.
16.11.2009, 12:18 / Σχολείο
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Lorenz Engell: Der lustige Film - Teil 1: Modern Times (Charlie Chaplin, USA, 1936) from IKKM on Vimeo.
03.11.2009, 13:53 / Σχολείο
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23.11.2008, 19:44 / Σχολείο
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Einmal wurde ich in der Grundschule gelobt. Es ging, völlig blödsinnigerweise, darum, wer die gelernten Zahlen am schönsten an die Tafel schreiben konnte. Es standen schon einige Zahlen an der Tafel und dann kam ich dran. Ich sollte eine 5 schreiben. Und sie war perfekt. Sie war wunderschön. Es waren perfekte Abstände, perfekte Rundungen, es war die schönste 5 der Welt. Meine Klassenlehrerin lobte mich sehr und schaute die 5 sehr lange an. Es war der schönste Grundschultag meines Lebens. Die 5 blieb mir dann in meiner Schulzeit treu.
20.03.2006, 19:01 / Σχολείο
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Wahrscheinlich habe ich nicht so den Einblick in Statistiken, vielleicht fehlt mir das Verständnis dafür. Doch scheint es mir, als würden solche Projekte das zerbrechliche Gleichgewicht zwischen Schüler und Schule zerstören und den Unmut und die Unlust des Schülers, zur Schule zu gehen nur verstärken. Ich bin mir sicher, dass – heutzutage wahrscheinlich noch mehr als zur Zeit als ich zur Schule gegangen bin – viele Schüler mit Angstgefühlen im Bauch zur Schule gehen, und die werden durch solche „Modelle“ und „Projekte“ nur noch verstärkt. Dass man Kinder und Jugendliche, die ständig mehrmals die Woche die Schule schwänzen - und in der Zeit klauen - irgendwie dazu bringen muss, wieder zur Schule zu gehen, ist mir auch klar, doch sollte man vielleicht stärker nach den Ursachen des Schwänzens suchen, bei den Lehrern, zuhause usw. Ich habe damals im Gymnasium nicht oft geschwänzt, aber ab und zu, und wenn ich mir vorstelle, dass mich ein Polizist in der Stadt aufgegriffen hätte, dann wäre ich wahrscheinlich ausgerastet. Für mein Leben damals hätte das Aufgegriffen Werden in der Stadt oder sonst wo weitaus mehr Schaden angerichtet als etwas bewirkt. Ich hätte zuhause Ärger bekommen, beim Direktor antanzen müssen usw. Bei den wenigen Gelegenheiten, bei denen ich geschwänzt habe… null Wirkung. Das Schwänzen hat meine schulischen Leistungen nicht verschlechtert.
Bei mir und vielen meiner Freunden hatte das Schwänzen meistens einen „legitimen“ Grund. Oftmals hatte man Probleme, war mit seinen Gedanken woanders und hätte im Unterricht eh nicht aufgepasst, also schwänzte man eine Stunde oder auch eine Doppelstunde. Manchmal ging es einem eben wirklich schlecht und man wollte nicht in den Unterricht und ging deswegen woanders hin. Wenn dann bei dir zuhause plötzlich Polizisten klingeln ist das für mich ein unbefugtes Eindringen in meine Privatsphäre, eine Unverschämtheit. Dann geht man wirklich mit tollen Gefühlen zur Schule, wenn die Polizei einen begleitet.
Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz in der Schule, dass alle Schüler unbewusst kennen und manche Lehrer auch. Diese Lehrer wissen, dass man nicht gleich den Rotstift rausholt, wenn man die Hausaufgaben vergessen hat, nicht gleich die Eltern benachrichtigt, wenn man in der Schule aufgefallen ist usw. Es muss eine bestimmte Pufferzone für den Schüler geben, einen Freiraum, in dem er sich bewegen und in dem er sich etwas erlauben kann.
Bei mir und vielen meiner Freunden hatte das Schwänzen meistens einen „legitimen“ Grund. Oftmals hatte man Probleme, war mit seinen Gedanken woanders und hätte im Unterricht eh nicht aufgepasst, also schwänzte man eine Stunde oder auch eine Doppelstunde. Manchmal ging es einem eben wirklich schlecht und man wollte nicht in den Unterricht und ging deswegen woanders hin. Wenn dann bei dir zuhause plötzlich Polizisten klingeln ist das für mich ein unbefugtes Eindringen in meine Privatsphäre, eine Unverschämtheit. Dann geht man wirklich mit tollen Gefühlen zur Schule, wenn die Polizei einen begleitet.
Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz in der Schule, dass alle Schüler unbewusst kennen und manche Lehrer auch. Diese Lehrer wissen, dass man nicht gleich den Rotstift rausholt, wenn man die Hausaufgaben vergessen hat, nicht gleich die Eltern benachrichtigt, wenn man in der Schule aufgefallen ist usw. Es muss eine bestimmte Pufferzone für den Schüler geben, einen Freiraum, in dem er sich bewegen und in dem er sich etwas erlauben kann.
21.06.2003, 20:14 / Σχολείο
