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Probe Objektiv

Ganz im Gegensatz zur letzten Probe fuhren wir gestern alle zufriedener nach Hause. Wir fingen gestern erst sehr spät an zu proben, nachdem A. und ich G. aus Minden und M. aus Lübbecke abgeholt hatten, trafen wir erst um halb acht im Proberaum ein und fingen erst um acht Uhr an. Ganz zu Anfang schafften wir es, ein neues Stück von G. in eine gewisse Struktur zu bringen, spielten es einmal durch und probierten uns danach an einem anderen Stück, was aber nichts wurde. Die darauffolgenden zwei Stücke klappten ebenfalls sehr gut und es stellte sich zum ersten Mal seit 5 Monaten wieder so etwas wie Magie beim Spielen ein. Nach der Probe waren wir dann auch alle ziemlich aufgedreht und laberten nur noch Blödsinn. Jetzt kommt erst einmal wieder eine kurze Probenpause.

Nach dieser Probe kann man eins ganz klar sagen: wir sind ziemlich draußen. Sehr draußen. So was von draußen, draußener geht es nicht mehr. Wir waren alle ein bisschen angeschlagen gestern, das stimmt schon, aber was da gestern bei rumkam (wenn ich mal so frei formulieren darf), das ging gar nicht mehr. G., A. und ich fingen damit an, M. das neue Stück „As I Speed“ zu zeigen. Was allerdings da kam, war bestimmt nicht „As I Speed“, das war irgendein anderes Stück. A. hat eine Nagelbettentzündung und konnte deswegen nicht so gut. Mittendrin brach ich es dann ab, was nicht wirklich jemanden leid tat. Danach kam dann ein Stück von G., bei dem ich nicht wirklich was zu tun habe, ich setzte mich aufs Sofa und döste und lauschte dem, was M. zu dem Lied auf dem Bass fabrizierte. In dem Moment fand ich es gar nicht so schlecht, doch im Nachhinein wahrscheinlich doch sehr unpassend. Danach probierten wir „My window & me“, versemmelten es total, spielten „I climbed up an apple tree“, das G. nicht mal erkannte. Traurig. Soweit ich weiß, kam danach geordnet nichts mehr. M. stellte noch eine neue Idee vor, die ich wirklich gut fand, wir jammten (ich hasse dieses scheiß Wort!) ein bisschen rum, zum Schluss entstand noch etwas, das M. für Krach hält, wir anderen aber gut finden. Wir diskutierten danach noch wie wir das in Zukunft mit dem Aufnehmen machen wollen, wobei diese Diskussionen müßig sind, denn wenn wir die Songs nicht spielen können, brauchen wir erst einmal auch nicht aufnehmen.
Als G. und ich zwischendurch auf dem Sofa vor dem Proberaum saßen, meinte er: „Mein Gott, wir klingen wie eine Schulband. Das darf bloß keiner hören.“

Probe heute zu dritt, G. und A. und ich, M. ist noch in Braunschweig, er kommt aber diesen Mittwoch her. Nächste Woche also defintiv Probe vollzählig. Wir betreten den Proberaum, A. und G. schließen ihre Gitarren an, ich setze mich hinters Schlagzeug und umwickele die neuen Sticks mit schwarzem Gewebeband, sie sollen nicht sofort kaputtgehen so wie die mitgelieferten Sticks. Wir spielen ein bisschen herum, die Zeit vergeht sehr schnell, wir spielen keine von unseren alten Sachen, nur neues. Mal wieder. G. meint dann, dass wir einen neueren Song spielen sollten, "As I Speed", den wir mit M. noch nie geprobt haben, was wir demnächst mal tun sollten. Zum Schluss wird das Lied ziemlich laut, dieses Mal waren wir allerdings nicht so laut wie bei der letzten Probe. G. kommt dann noch mit einer schönen verfremdeten Drum-Sequenz auf seinem Korg Z-1 um die Ecke, danach packen wir schnell zusammen, stehen noch kurz draußen und fahren dann. Ich war trotzdem nicht richtig zufrieden, irgendwie fehlen mir jetzt doch sehr gute Becken.
Und wir müssen wieder vollzählig proben.

Heute nur Probe zu zweit, A. und ich. G. und M. fehlen entschuldigt.
Erster Eindruck: wir schließen die erste Tür auf, die zu den ganzen Proberäumen führt, mit uns sind noch 3 andere Bands auf der Etage, und sehen im Flur auf einem Tisch eine sogenannte Blubber, auch Bong genannt, stehen. Nun möchte ich mich von nichts freimachen/sprechen, doch irgendwie geht es mir gegen den Strich, dass Bands solche Klischees erfüllen, so offensichtlich. Und es stehen immer noch die ca. 254 Bierflaschen im Flur herum, die schon vor 3 Wochen da standen. Na ja egal, wir gehen durch, schließen die Proberaumtür auf, die verblüffende Ähnlichkeit mit der eines begehbaren Kühlschranks in Gastronomien hat, und betreten den Raum. Drinnen mein neu erworbenes Schlagzeug, das unendliche Equipment von G., A.s Verstärker, ein Sofa und diverser Müll.
Nachdem wir uns kurz akklimatisiert haben, setze ich mich ans Schlagzeug, A. an der Gitarre und spielen ein bisschen herum. Später gibt der Trafo der an der Decke befindlichen Ikea Leuchtschiene auf, wir spielen weiter bei Lichterkettenlicht und es entsteht ein recht intensives Stück, das es in den nächsten Proben zu vertiefen gilt.
Danach kurze Pause und dann kommt der eindrucksvolle Teil der „Probe“; A. und ich schließen ein Mikro an die Effektgeräte an, und fangen an die Stimme durch unendliche Schleifen von Delay, Reverb, Ring-Modi, Flanger u.ä. zu schicken. Das geht ungefähr 90 Minuten so. Eigentlich machen wir ja nur instrumental und wenn Stimme in Zukunft, dann verfremdet.
Fazit: Nach 4 Monaten Pause laufen die Proben in Zeitlupe wieder an, nächste Woche keine Probe, erste richtige Probe also erst wieder in 2 Wochen.