W.U.: Sagen Sie, Herr Fischer, ist Ihnen bewusst, dass Rivers Cuomo ein viel zu großes Ego hat und die Veröffentlichung von 'Make Believe' am besten niemanden interessieren sollte?
J.F.: Ähm... ich...
W.U.: Ist oder war Ihnen bewusst, dass sich, entgegen vieler Meinungen der Kritiker, meines Erachtens auf Pinkterton kein einzig gutes Stück befindet?
J.F.: Also... da...
W.U.: Herr Fischer, finden Sie es etwa witzig, dass in vielen Discos immer noch das dumme 'Island In The Sun' gespielt wird?
J.F.: Nein... nein... ich...
W.U.: Keine weiteren Fragen.
Joschka Fischer zeigt sich sprachlos angesichts harter Verhörmethoden im Weezer-Untersuchungsausschuß.
[Edit! Nur damit hier nicht der Eindruck entsteht, ich wollte Fischer schlecht dastehen lassen.]
Es geht weiter mit heißen Wortgefechten im Weezer-Untersuchungssausschuss:
J.F.: Sehr geehrter Herr Abgeordneter. Der Alternative-Erlass von 1994 verpflichtete mich dazu...
W.U.: Herr Fischer, ich hatte Sie...
J.F.: Gestatten Sie mir jetzt bitte die Beantwortung Ihrer Fragen. Also. Der Alternative-Erlass von 1994 und die Coolness, ich wiederhole: Coolness des Liedes, wenn ich mich recht erinnere lautet der Titel ‚Undone - The Sweater Song’, verpflichtete mich dazu, auch ‚Buddy Holly’ gutzufinden. Ich konnte mich deswegen nicht entziehen, und das geht auch aus den Akten hervor, ein wohlwollendes Ohr auf ‚Pinkerton’ zu richten.
W.U.: Aber stimmt es nicht, dass Ihnen andere Bands und deren persönlichen Schicksale vollkommen egal waren?
J.F.: Ich muss hier emotional energisch zurückweisen, dass ich mich zu der Zeit nicht um die persönlichen Schicksale anderer Bands gekümmmert habe. Das ist unverschämt! Ich war 1994 auf einem Bad Religion Konzert, ich erstand mehrere, ich betone: MEHRERE! Pavement Alben...
Und so weiter und so fort...
J.F.: Ähm... ich...
W.U.: Ist oder war Ihnen bewusst, dass sich, entgegen vieler Meinungen der Kritiker, meines Erachtens auf Pinkterton kein einzig gutes Stück befindet?
J.F.: Also... da...
W.U.: Herr Fischer, finden Sie es etwa witzig, dass in vielen Discos immer noch das dumme 'Island In The Sun' gespielt wird?
J.F.: Nein... nein... ich...
W.U.: Keine weiteren Fragen.
Joschka Fischer zeigt sich sprachlos angesichts harter Verhörmethoden im Weezer-Untersuchungsausschuß.
[Edit! Nur damit hier nicht der Eindruck entsteht, ich wollte Fischer schlecht dastehen lassen.]
Es geht weiter mit heißen Wortgefechten im Weezer-Untersuchungssausschuss:
J.F.: Sehr geehrter Herr Abgeordneter. Der Alternative-Erlass von 1994 verpflichtete mich dazu...
W.U.: Herr Fischer, ich hatte Sie...
J.F.: Gestatten Sie mir jetzt bitte die Beantwortung Ihrer Fragen. Also. Der Alternative-Erlass von 1994 und die Coolness, ich wiederhole: Coolness des Liedes, wenn ich mich recht erinnere lautet der Titel ‚Undone - The Sweater Song’, verpflichtete mich dazu, auch ‚Buddy Holly’ gutzufinden. Ich konnte mich deswegen nicht entziehen, und das geht auch aus den Akten hervor, ein wohlwollendes Ohr auf ‚Pinkerton’ zu richten.
W.U.: Aber stimmt es nicht, dass Ihnen andere Bands und deren persönlichen Schicksale vollkommen egal waren?
J.F.: Ich muss hier emotional energisch zurückweisen, dass ich mich zu der Zeit nicht um die persönlichen Schicksale anderer Bands gekümmmert habe. Das ist unverschämt! Ich war 1994 auf einem Bad Religion Konzert, ich erstand mehrere, ich betone: MEHRERE! Pavement Alben...
Und so weiter und so fort...
V meinte am 25. Apr, 14:46:
Ja, von seinen angeblich so großartigen rhetorischen Fähigkeiten ist tatsächlich kaum noch etwas zu bemerken.
Keats79 antwortete am 25. Apr, 15:09:
Tut mir leid, aber diese Aussage halte ich fuer unter Medienbeeinflussung entstandenen Bloedsinn.Da sitzt man zu Hause vor der Kiste und urteilt genauso beflissentlich wie die Herren und Damen von der Kommission, die gedruckte wie auch angeblich gesprochene Saetze wieder und wieder umdrehen und wenden, um etwas zu finden das eine Angriffsflaeche bietet.
Wenn ein Fischer dem Kommissionsvorsitzenden sagt:
"Zu diesem Zeitpunkt haetten Sie auch in Ihren schlimmsten Albtraeumen nicht geahnt, dass ich Aussenminster werden wuerde," dann ist das mehr als nur rhetorisch geschickt.
Noch ein Nachtrag:
Erst Fischer anschauen, Meinung bilden und dann die Medienreaktionen ansehen. Nicht aber: Erst die Medienreaktionen, dann die Meinung bilden und erst zum Ende hin Fischer anschauen.
V antwortete am 25. Apr, 15:21:
Wenn sie einen stammelnden und ständig plumb ausweichenden Fischer als rhetorisch geschickt ansehen wollen, dann sind sie da aus irgendeinem Grund verblendet. Ich beziehe mich dabei ausschließlich auf die Befragung, nicht auf das Eingangsreferat des Herrn Fischer.Noch ein Nachtrag:
Das ganze neutral und unabhängig von irgendwelchen vorgefassten Ansichten betrachten.
Keats79 antwortete am 25. Apr, 15:53:
Ich kann deinen Beobachtungen nicht zustimmen.Vielleicht bin ich verblendet, aber verhoert habe ich mich waehrend der Befragung, denke ich, bislang nicht.
Neutrales oder objektives Betrachten ist nicht moeglich - darum ist es ja erst ueberhaupt zu diesem Visaausschuss gekommen.
Diesen von dir formulierten Nachtrag, sollte man eigentlich der Kommission vor die Nase halten.
V antwortete am 25. Apr, 16:44:
Man kann doch die ganze Angelegenheit neutral betrachten?Mir geht es ja auch nicht um die Sache, denn die halte ich, mit den Worten Volmers gesprochen, für Humbug.
Aber dieses Ausweichen Fischers bei gezielten Fragen, ist doch auffällig, oder?
Keats79 antwortete am 25. Apr, 17:45:
Ja, dem stimme ich zu.Aber:
Denkst du nicht, dass dieses 'Ausweichen' mehr ueber die unzureichenden und oft auf Erinnerungen basierenden Fragen der Kommission aussagt, als ueber das vermeintlich unsichere Verhalten Fischers?
Zu Herr Cut:
Wir haben hier eine Diskussion, die auf einem politischen Spektakel basiert, aber nicht politisch ist. Ich denke, ich kann behaupten, dass unsere Diskussion anregend ist - was ist dagegen einzuwenden?
V antwortete am 25. Apr, 17:59:
Ja, natürlich spielt das eine Rolle, aber mir wird diese ständige Berufung auf mangelnde Erinnerung allmählich zu viel. Fischers Haltung ist mir ein wenig zu abwehrend und verharmlosend.Andererseits finde ich die gerade im Gange befindliche Befragung zu einer eventuellen Behinderung juristischer Verfahren durch das AA ziemlich absurd.
Ich hatte mir von Fischer mehr Aufklärung über die anscheinend chaotischen Arbeits- und Zuständigkeitsvorgänge im AA erwartet, denn dies gibt mir sehr zu denken. Es kann ja nicht sein, dass niemand mehr weiß, wer etwas geschrieben oder veranlasst hat.
Keats79 antwortete am 25. Apr, 18:33:
Ich finde es bedenklicher, dass Fragen von der Kommission gestellt werden, die zum groessten Teil auf nichts anderes abzielen, als die Erinnerungskapazitaet Fischers: woran erinnert er sich oder woran erinnert er sich nicht. Argumente auf der Grundlage von vorhandenen oder abwesenden Erinnerungen entstehen zu lassen ist das Manko der Kommission und nicht Fischers Schwaeche oder Unzulaenglichkeit.
Haette die Kommission triftige und solide Argumente, waere sie nicht so stark davon abhaengig woran sich Fischer erinnert oder nicht.
Mich wundert in diesem Zusammenhang nur, dass die Zuschauer ersten Umfragen zufolge Fischers 'Erinnerungsluecke' als seinen Fehler ansehen und nicht als Schwaeche der Kommission.
Jeder weiss doch aus den etlichen Gerichtsshows:
"Im Zweifel fuer den Angeklagten."
Wenn es der Kommission nicht gelingt mehr als 'Erinnerungsluecken' bei Fischer zu beweisen, dann laeuft da etwas gruendlich falsch.
V antwortete am 25. Apr, 18:45:
Ja, die Sache an sich ist ja auch mehr als fraglich. Von einem "kalten Putsch" und "Ideologiserung des Visa-Verfahrens" zu sprechen ist doch blödsinn.Trotzdem ist mir der Auftritt Fischers zu blockadehaft, aber das mag natürlich auch an den inzwischen doch deutlich parteipolitisch motivierten Vorhaltungen liegen.
Keats79 antwortete am 25. Apr, 19:05:
Ja, absolut.Ich denke letzterer Punkt ist ausschlaggebend und entscheidend.
Man stelle sich vor ein anderer Politiker als Fischer waere in der Position des Aussenministers.
Es geheort nicht viel Vorstellungskraft dazu, um zu dem Schluss zu kommen, dass nicht viele Leute die Live-Uebertragung sehen, geschweige denn ueberhaupt mitbekommen wuerden.
Seine Fehler und Versaeumnisse hat er zu Beginn eingeraeumt und sogar angeboten, dass sie einen Antrag auf Ruecktritt einreichen koennen.
Wieso geschieht dies jedoch nicht, wenn es angeblich eine derart brisante Situation ist?
Ich glaube wir koennen uns diese Frage selbst beantworten.
V antwortete am 25. Apr, 19:48:
Jepp, seit etwa einer Stunde nimmt es geradezu groteske Züge an.
Cut1977 meinte am 25. Apr, 16:51:
Hey hey hey, meine Herren: auf meinem Weblog ist kein Platz für politische Diskussionen! Dieses Posting galt einzig und allein der doofen Band Weezer. Ob und wie sich Fischer schlecht oder gut schlägt mag woanders besprochen werden. Ich wollte durch mein Posting keiner Meinung über Fischer Vorrang gewähren.
iatbe antwortete am 25. Apr, 18:27:
Riskant?
Ich fand es eher "charmant" - und rhetorisch geschickt.
diza antwortete am 25. Apr, 21:11:
ich finde das posting sogar äußerst charmant, bloß halte ich pinkerton für ganz, ganz unterhaltsam.

